Die extravagante «Black Smoke Medicine Show» wird von 17.00 bis 23.00 Uhr aufgeführt. Die mobile künstlerische Intervention von Corinne Odermatt und Anita Zumbühl holt das Publikum in das 19. Jahrhundert zurück, wo ihm medizinische und magische Behandlungen mit hausgemachten Elixieren verpasst werden. Sie selbst sagen, dass Sehen glauben sei, und Glaube alleine sei genauso wirkungsvoll wie manch dubioses Wundermittel. Und wer es nicht dem Zufall überlassen will, darf sich auf Schlangenöl und Jugendtonic freuen.
Um 20.00 Uhr setzt dann «shoutin-moe» ein, der seinem Namen mehr als gerecht wird. Der Vollblut-Lärmemacher rüttelt auch den letzten Konzertbesucher wach.
Ein Origami der Musikwelten
Wer anarchischen Humor und elektrischen Blues will, kommt bei den «Juke Joint Pimps» voll auf seine Kosten. 2004 traten sie noch zu dritt an Studentenpartys auf. Heute haben sie sich in der Trash- und Punkrockgemeinde als Two Man Band einen Namen gemacht. In schrillen Zuhälteroutfits und behängt mit tonnenschweren Klunkern spielen sie um 21.30 Uhr das, was sie am besten können: ungehobelten, krachigen Postwar Chicago Blues.
Aber auch «TJ Spool», der gleich danach auftritt, führt seine eigenwilligen Kreationen vor. Für seine Klanginstallationen bearbeitet er Kopien alter Tonbänder mit Klebeband, Scherenschnitt und Effekten. Dann lässt er vier Maschinen parallel laufen und die psychedelische Reise kann beginnen. Der Glarner Lokalheld «Schwebekasten» dreht noch mal voll auf und setzt ab 22.30 Uhr das Publikum unter Strom.
Electro Swing trifft Gypsy Jazz
Mit vier begnadeten Musikern aus Österreich geht es um 23.30 Uhr weiter. Obwohl «Erwin & Edwin» sich nicht auf ein Genre beschränken wollen, ist elektronische Blasmusik ihre Leidenschaft. Sie mischen Trompete mit Turntables und landeten damit prompt auf Platz eins in den iTunes Electronic Album Charts. Anschliessend treten «The Tipsy Gypsies» auf. Sie reisen zu fünft von der Zentralküste Kaliforniens an, um das Glarnerland mit ihrem geliebten Gypsy Jazz vertraut zu machen. Unverwechselbar machen sie ihre Stücke mit den Einflüssen von Billie Holiday oder Portishead. Mit ihrer letzten Veröffentlichung haben sie mehrere Central Coast Music Awards gewonnen.
Bei so viel Action das Essen nicht vergessen
So viel Spektakel macht hungrig. Wer sich also eine Pause vom vielen Klatschen und Tanzen gönnen will, der bequemt sich an einen der Foodstände im Aussenbereich. Es gibt jamaikanische Köstlichkeiten, deftige Grilled Sandwiches und Pommes. Was will man mehr? Den 13. September hinter die Ohren schreiben, um 17.00 Uhr auf der Matte stehen und ab die Post.
Der autofreie Velo-Tag auf einem der schönsten Alpenpässe der Schweiz



