Sieg für den HC Glarus

In der Partie gegen den ambitionierten HC Stäfa bewies der 3.-Liga-Absteiger Glarus, dass mit genügend Selbstvertrauen trotz einer schlechten Leistung zwei Punkte möglich sind. Das Unvermögen des Heimteams und eine starke Schlussphase von Keeper Sascha Lienhard bewahrte das Team um Spielertrainer Mauro Sana von der ersten Saisonniederlage.



Mit dem Bewusststein, dass die gelb-schwarzen zu den besseren der Gruppe zählten, reiste das Glarner Fanionteam am vergangenen Wochenende an die Goldküste. Die Gäste waren dabei etwas dezimiert, wobei speziell in der Defensive zwei wichtige Stammspieler fehlten. Und bereits beim Einlaufen war ersichtlich, dass die Glarner nicht mit letztem Enthusiasmus auf dem Feld standen.

Entsprechend gestaltete sich der Start in die Auseinandersetzung. Diese war jedoch auf beiden Seiten geprägt von vielen Fehlern. Und so ging es in zügigem Tempo hin und her. Im Vorteil lagen dabei die Zürcher, die sich gleich zu Beginn einen Zwei-Tore-Vorsprung erarbeiten konnten. Weiter liessen sich die Gäste jedoch nicht in die Enge treiben und verteidigten den knappen Rückstand. Auf die Gegentreffer konnten sie jeweils postwendend reagieren, doch brauchten auch sie mehrere Anläufe mit wiederholten Ballverlusten oder Fehlwürfen dazu. Auch das Offensivspiel gestaltete sich eher unkoordiniert und ideenlos. Mit acht Zählern in der ersten Halbzeit konnten die Glarner nicht zufrieden sein. 10:8 lautete dann der Spielstand nach den ersten 30 Minuten zugunsten der Zürcher Platzherren.

Beim Pausentee in der Garderobe waren sich die Glarner aber sicher, dass sie das Blatt noch wenden konnten und keinesfalls die zwei Punkte leichtfertig den Stäfnern überlassen wollten. Geduldig weiterspielen hiess die Devise.

In der zweiten Spielhälfte ging es so weiter, wie die erste geendet hatte. Ausgeglichen, kampfbetont und nicht fehlerfrei wurde auf beiden Seiten weitergespielt. Es dauerte dann knapp eine viertel Stunde, bis die Gäste erstmals den Ausgleichstreffer zum 15:15 erzielten. Konnte dieses Gleichziehen die erhoffte Wende für die Glarner herbeirufen?

Einige Paraden von Torhüter Lienhard gaben seiner Mannschaft den nötigen Rückhalt, sodass die Gastgeber Nerven zeigten und sich ihre Fehlwürfe mehrten. Die Glarner hingegen nutzten nun vermehrt ihre Chancen oder brachten das Leder auch in aussichtslosen Situationen hinter die Torlinie. Ein weiterer Erfolg rückte für die Gäste immer näher. Als 90 Sekunden vor Schluss der Vorsprung mit einem Gegentreffer auf drei Treffer erhöht werden konnte, waren sich die Glarner sicher, dass sie die Punkte mit nach Hause nehmen durften. Der Endstand von 22:19 war keine Glanzleistung der verlustpunktelosen Glarner, zeigte jedoch, dass sie in schwierigen Momenten die Ruhe bewahren können und nicht am Selbstzweifel zerbrechen.

In den beiden nächsten Spielen wird der HC Glarus auf Mannschaften aus dem unteren Tabellenfeld treffen. Vier Punkte sind daher Pflicht, damit die Glarner weiterhin an der Spitze mithalten können. Bereits am nächsten Samstag treffen die Favoriten auswärts auf den KZO Wetzikon.