«Solarstrom für alle» – Teil der Lösung sein!

KlimaGlarus.ch sensibilisiert und packt an. Der Verein bringt Menschen zusammen, die sich mit viel Energie für den Klimaschutz im Glarnerland engagieren. KlimaGlarus.ch lädt alle dazu ein, mitzugestalten und Teil der Lösung auf dem Weg zum ersten klimaneutralen Kanton der Schweiz zu werden.



Solarstrom für alle - Thomas Schätti und Stefan Wirz mit der neu entwickelten Konsole - Glarner Innovation erhöht den Stromertrag
Solarstrom für alle - Thomas Schätti und Stefan Wirz mit der neu entwickelten Konsole - Glarner Innovation erhöht den Stromertrag

Nun lanciert KlimaGlarus.ch zusammen mit den drei Technischen Betrieben, die unter dem Label «glarner energie!» schon einige innovative Projekte realisiert haben, die Aktion «Solarstrom für alle». Gemeinsam sollen die Vorteile und das Potenzial der Solarstromproduktion erlebbar werden. Schon heute zählen die Technischen Betriebe der Glarner Gemeinden zu den innovativsten in diesem Bereich und bieten zahlreiche fortschrittliche Dienstleistungen und Produkte an. Das Projekt startet ab sofort. Die ersten Anlagen liefert der Verein KlimaGlarus.ch ab dem 29. Oktober 2022 aus. Die ersten 100 Anlagen fördert «glarner energie!» mit je 100 Franken.

Lösungen für künftigen Energieverbrauch

Die Nachfrage nach Strom wird durch das Umrüsten auf E-Mobilität und Wärmepumpen stark zunehmen. Der Ausbau der Solarenergie ist vor allem im Berggebiet wichtig, da dort auch im Winter wertvoller Strom produziert werden kann. Der Kanton Glarus hat im Solarbereich grosses Potenzial und die Möglichkeit, eine Vorreiterrolle unter den Bergkantonen einzunehmen. Der Ausbau von vertikalen Solaranlagen erhöht die Versorgungssicherheit im Winter wirksam. Das macht Sinn, weil mit der Klimaerwärmung die Nutzung der Wasserkraft schwieriger wird.

Energiewende bestellen

Das Projekt «Solarstrom für alle» macht die Energiewende greifbar und erlebbar. Alle Glarnerinnen und Glarner können dabei eine Mini-PV-Anlage bestellen, die wahlweise mit einem oder zwei Solarmodulen ausgeliefert wird. Die Solaranlagen produzieren bis zu 600 Watt und lassen sich an einer Aussensteckdose anschliessen. Für die Mini-PV-Anlagen ist keine Baubewilligung nötig. Es gibt trotzdem ein paar wichtige Punkte in Bezug auf die Sicherheit zu beachten. Alles Wissenswerte und das Bestellformular sind auf www.glarnersolarenergie.ch zu finden.

Innovative Glarner Konsole

Besonders innovativ an den Glarner Mini-PV-Anlagen ist eine spezielle Konsole, welche extra für diese Aktion entwickelt wurde. Diese Neuheit wird von der Glarner Firma Schätti AG Metallwarenfabrik produziert und erlaubt eine optimale Nutzung der Sonnenstrahlung. Die Konsole ist verstellbar, sodass verschiedene Winkel bis 33 Grad möglich sind. Damit lässt sich die Produktion um rund 25 Prozent erhöhen. Gleichzeitig kann diese Konsole auch für Flachdachanlagen genutzt werden. Auch die Firma Schätti AG Metallwarenfabrik hat grossen Spass an dieser Aktion und schenkt den Glarnerinnen und Glarnern jeweils die erste Konsole im Wert von CHF 50.- und unterstützt so das regionale Klimaschutzengagement.

Für Eigenheim und Mietobjekt

Das Angebot ist besonders für Mieterinnen und Mieter attraktiv, die keine eigene Solaranlage auf dem Dach errichten können. Dank der Mini-PV-Anlagen können sie trotzdem ihren eigenen Solarstrom produzieren. Die Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer sollten um Erlaubnis gefragt werden. Eine entsprechende Briefvorlage ist auf der Webseite www.glarnersolarenergie.ch zu finden. Wer eine grössere Fläche zur Verfügung hat und mehr lokalen Solarstrom nutzen möchte, sollte sich bei den Technischen Betrieben mit ihren innovativen Angeboten erkundigen.

Glarner Buurästrom – ein weiteres Solarprojekt von KlimaGlarus.ch

Zusammen mit dem Glarner Bauernverband hat der Verein KlimaGlarus.ch ein Pilotprojekt zur Förderung von Solarstrom in grossen Mengen lanciert. Auf und an den Gebäuden der Glarner Landwirtschaft könnte effizient Solarstrom produziert werden. Vor allem an Fassaden, Silos oder anderen vertikalen Flächen, würde mit dem flachen Sonnenstand in den Wintermonaten wertvollen Strom geerntet werden und so mithelfen, die Winterstromlücke zu schliessen. Die ersten 15 Betriebe wurden besucht und das Potenzial abgeschätzt. Nun wird eine Sammelsubmission für den Bau der Anlagen gemacht. Anschliessend werden mögliche Umsetzungs- und Vermarktungsvarianten geprüft. So könnte der «Glarner Buurästrom» beispielsweise den Energiebedarf des ESAF 2025+ decken oder für den Ski-Tourismus in Elm oder Braunwald genutzt werden. Später soll das Projekt auf Industriebetriebe ausgeweitet werden.