Solarstrombörse Glarnerland steht kurz vor der Auflösung

Vorstand und Mitglieder der «Solarstrombörse Glarnerland» trafen sich kürzlich zur 14. Mitgliederversammlung im Saal des Restaurants Waage in Glarus. Zentrales Thema war nebst der Behandlung der statutarischen Geschäfte die bevorstehende Auflösung des Vereins. Im Weiteren informierte Beat Good von den Technischen Betrieben Glarus Süd über die beiden Naturstromprodukte unter dem Label «Tödi» und «Linth».



Die 14. Mitgliederversammlung der «Solarstrombörse Glarnerland» stand unter dem Thema «Wandel und Weichenstellung». Solarbörse-Präsident Markus Hermann führte souverän und in Rekordzeit durch die 13 Punkte umfassende Traktandenliste. Tony Bürge, Geschäftsführer der Technischen Betriebe Glarus Nord, berichtete über ein erfolgreiches Vereinsjahr mit positiven Ergebnissen und orientierte über das weitere Vorgehen im Zusammenhang mit einer allfälligen Auflösung der «Solarstrombörse Glarnerland».

Glarner Energie «Tödi» und «Linth»


Das am 1. Januar 2015 lancierte Projekt der drei Technischen Betriebe im Kanton Glarus ist ein Strom-Mix aus erneuerbarem und einheimischem Strom aus Wasserkraft und Sonnenenergie. Rund 75 Prozent oder zirka 42 000 kWh von Produzenten erzeugtem Solarstrom soll diesen Produkten zugeführt werden. Neben der Wasserkraft wird dem Kunden auch ein Anteil an Glarner Sonnenstrom angeboten. Dieser soll von den momentanen Produzenten bezogen werden. Aufgrund dieser Tatsache hat sich der Vorstand intensiv mit der Zukunft der Solarstrombörse beschäftigt. Damit nicht gleich zwei Strukturen aufrechterhalten werden, erwägt der Vorstand der Solarbörse Glarnerland aus verständlichen Gründen, den Verein aufzulösen. Vierzehn Jahre lang haben sich die Verantwortlichen des Vereins gemeinsam mit ihren Produzenten intensiv und mit grossem Erfolg mit der Solarenergie und deren Nutzung im Kanton beschäftigt und in dieser Zeit viel für eine optimale Nutzung dieser alternativen Energie beigetragen.

Auflösung der SSB GL unvermeidlich


Das Vorgehen für die Auflösung der Solarstrombörse Glarnerland sieht folgendermassen aus: Auflösung auf Ende Jahr 2015 sowie fristgemässe Kündigung der Verträge mit den Produzenten auf dieses Datum hin. Die Versammlung stimmte dazu einer Statutenänderung betreffs Vereinsauflösung diskussionslos zu. Ein allfällig verbleibendes Vermögen soll der Mitgliederversammlung zur Verfügung stehen. Dazu führt der Vorstand einen Wettbewerb durch, bei dem die Mitglieder entscheiden können, wie das SSB-Vermögen nach der Auflösung nachhaltig eingesetzt werden kann. Ideal wäre ein Projekt oder mehrerer Projekte im Glarnerland. Einreichfrist für den Wettbewerb ist der 22. Juni 2015. Ideen sind beim SSB-Präsidenten Markus Hermann einzureichen.