Songs, Lieder und Chansons mit Marie Louise Werth und Band

Marie Louise Werth trat am Freitagabend bereits zum dritten Mal in Schwanden auf. Mit ihrer Band bot sie ein Programm, das von Schlager über Jazz bis hin zu Rock eine grosse Vielfalt an Musikstilen beinhaltete.




Die beliebte Bündner Sängerin, Pianistin und Entertainerin Marie Louise Werth ist in Schwanden schon beinahe ein Stammgast. So gab sie am Freitag im Gemeindezentrum ihr drittes, kurzweiliges Konzert. Mit ihrer dreiköpfigen Band, bestehend aus einem Gitarristen, einem Kontrabassisten und einem Schlagzeuger, bot sie von (fast) allen Musikstilen etwas.

Neue Lieder und alte Klassiker

Den Auftakt machte ihr wohl grösster Hit, das bekannte „Viver senza tei“, mit dem sie 1989 zusammen mit der Gruppe „Furbaz“ die Schweiz am Eurovision Song Contest vertrat.

Es folgte eine reichhaltige Mischung aus Songs aus ihrer bereits über 20-jährigen Karriere:
Das zweite Stück kam rockig und mit einem jazzigen Klaviersolo daher. Ein Bossa Nova mit rätoromanischem Gesang und hübschen Soli auf Klavier und akustischer Gitarre folgte als nächstes. Im Tango „Hallo, Macho“ versicherte sie immer wieder: „Ich hab` Frauenpower!“

Vor dem Hit „Da Cumpignia“ von 1987 gab sie noch einen Boogie-Woogie und das zweideutige „SOS – sex mal sex“ zum Besten. „Da cumpignia“ begann sie zuerst alleine vom Klavier begleitet, und nach und nach setzten die anderen Instrumente ein.

Ohne Pause durch bis zum Schluss

Es ging ohne Pause weiter mit einem Blues und der rätoromanischen Ballade „Pur` amur“.

Ein Highlight war das Klavier-Solostück „Perluis“, eine Ballade zum Gedenken an ihren verstorbenen Vater. Ein absolutes Highlight war die Ballade „Äs Lied ohni Wort“ mit Klaviereinlage und Tonartwechsel. Das reguläre Programm beendete Marie Louise Werth mit dem bekannten französischen Lied „...écoute-moi!“, um danach vier Lieder als Zugabe zu spielen, darunter den Gospel „Oh, Happy Day“ und, zu Ehren von Vico Torriani, „Buna notg – dorma bain“.

Werth gefiel mit ihrem charakteristischen, expressiven Gesang und mit den amüsanten Anmoderationen ihrer Lieder. Sie lud zum Mitklatschen und Mitschnippen ein und verwies auf die Bedeutung des Rätoromanischen. Sie hatte wirklich „Frauenpower“, denn sie und ihre Band gaben einfach alles.

Paul Aebli, die treibende Kraft in der Gemeindestube Schwanden, der Werth im Verlauf des Konzerts immer wieder Mineralwasser und einmal auch ein Bier gebracht hatte, versprach ihr eine Kiste „Panixer“ nebst obligatem, riesigem Blumenstrauss. Die Band erhielt Pralinés aus heimischer Produktion.