Am Sonntagmorgen um 09.30 Uhr eröffnet der scheidende Landammann Robert Marti auf dem Glarner Zaunplatz die traditionelle Landsgemeinde bei Sonnenschein. Für Robert Marti ein nahezu neues Gefühl! Zwar gab es auch bei seiner Wahl vor zwei Jahren Sonne. Im vergangenen Jahr goss es aber an der Landsgemeinde wie aus Kübeln, und auch die ausserordentliche Landsgemeinde im November war kalt und nass. Nicht anders die Näfelser Fahrt anfangs April: grau und nass. Zwar ist der Himmel nicht wolkenlos, einige kleinere Quellwolken sorgen aber für Postkartenwetter am Fusse des Glärnischs. Im Laufe der Sachgeschäfte werden die Quelllwolken zwar etwas grösser, aber es bleibt weiter freundlich. Und so legt die neugewählte Frau Landammann Marianne Dürst mindestens aus meteorologischer Sicht einen Traumstart hin!
Frühlingshafte Temperaturen
Bereits beim Einzug in den Ring zeigt das Thermometer rund 12 Grad an. Dank Sonnenschein wird es zunehmend wärmer. Bis zum Schluss der Landsgemeinde erreicht die Temperatur schon fast die 20-Gradmarke. Dank mässigem Nordwind wird es aber auch direkt an der Sonne nicht allzu heiss. Freude am sonnigen Wetter haben sicher auch die sonnenverwöhnten Gäste aus der Südschweiz, ist doch dieses Jahr die komplette Tessiner Regierung an der Landsgemeinde mit dabei.
Chalberwürste können vorbereit werden
Offiziell gibt es für die Landsgemeinde, für den Fall allzu garstiger Witterung, ein Verschiebedatum und dies wäre 2008 wegen Pfingsten erst in 14 Tagen. Darüber muss sich der verantwortliche Staatsschreiber Hansjörg Dürst jetzt aber keine Gedanken machen. Selbst bei regnerischer Witterung, wie im Vorjahr, wird in der Regel auf die Verschiebung verzichtet. Einerseits reist die illustre Gästeschar in der Regel bereits am Vortag an, anderseits wird auch im ganzen Kanton schon das traditionelle Landsgemeindemenu bereit gestellt. Herzstück ist die „Glarner Chalberwurst“. Sie besteht aus 44% Kalbfleisch, 20% Wurstspeck, 32% Milch und 4% Weissbrot. Die rohen Würste sind aber nur drei Tage haltbar. Zum Landsgemeindemenu gehören nebst der Kalberwurst, auch Kartoffelstock und Dörrzwetschgenkompott. Auch nur schlecht verschiebbar ist der Jahrmarkt in den Strassen der Stadt Glarus nach der Landsgemeinde.




