soolArt-Kunstausstellung, dem Maler Adolf Fehr gewidmet

Zum Gedenken an Adolf Fehr 1889–1964, welcher ab 1954 ein Atelier in Sool betrieben hat, kam von Petra Gärtner, in Zusammenarbeit mit Fridli Baumgartner und Werner Kessler die Idee auf, gemeinsam mit weiteren Sooler Künstlerinnen und Künstlern, die erste soolArt zu konzipieren.




Fehr war der Sohn eines Glasmalers, erlernte dann bei der renommierten Druckerei der NZZ den Beruf des Schriftsetzers. Sein grosses Vorbild waren die Werke von Vincent van Gogh.
In seinen früheren Werken wurden die Farben fast spachtelartig auf die Leinwände aufgetragen. Seine Heimat, die Schweiz, bot ihm seine Sujets mit den Bergen, Wäldern, Bauerngehöften und Seelandschaften.

Die Werke von Ferdinand Hodler, Giovanni Giacometti und Edvard Munch beeinflussten dann seine späteren Bilder.

Adolf Fehr ist mit dem Glarnerland verknüpft. Er war mit einer Glarnerin verheiratet und hatte von 1949 bis 1954 ein Atelier in Matt und ab 1954 eines in Sool. Die Ausstellung zeigt vor allem Werke von Fehr, die er ab 1954 vor allem mit Sujets von Sool gemalt hat.

Fehr hatte zwei Söhne und eine Tochter. Fast erblindet starb er 1964 in Zürich.

Bei dieser Ausstellung konnten zudem zehn weitere Künstlerinnen und Künstler, alle wohnhaft in Sool, überzeugt werden, ihre Werke ebenfalls auszustellen. Für viele ist es das erste Mal, dass sie die Kunstwerke zeigen.

Bettina Bleichenbacher lässt sich hautsächlich durch die Natur inspirieren. Die Schönheit der unscheinbaren kleinen Dinge, davon ist sie fasziniert.

Carmen Crusius & Daniel Baumann – Art Daca, haben es besonders die Sagen, Gebräuche, aber auch die Eigenheiten der Glarner angetan und diese werden von ihnen mit einem Augenzwinkern kommentiert.

Petra Gärtners Interesse liegt momentan vor allen auf dem menschlichen Körper und den Gesichtern ihrer Mitmenschen. Den Moment einzufangen mit einer schnellen Skizze oder Porträts in Acryl und Mischtechnik sind ihre Stärken.

Hansueli Knobel, wie kann es anders sein, hat sich dem Stein verschrieben stellt seine Arbeiten als Steinbildhauer aus.

Bei Vreni Netzer-Schnyder und Mitgel Netzer ist es die Liebe zu den Tieren. Während es Vreni als ehemalige Bauerntochter vor allem die Kühe angetan haben und sie je nach Stimmung mit Acryl und Ölfarbe, mit Händen, Bürsten, Lappen und allem war ihr in die Hände kommt, arbeitet, ist es bei ihrem Mann die Faszination, die Tiere in ihrem gewohnten Lebensraum darzustellen.

Leo Kühnes Malerei ist mehrheitlich zweckorientiert. Mit Darstellungen von Aufgaben und Bewegungsabläufen illustrierten schon diverse Lehrmittel.

Usi Küng wollte nach der Pensionierung einfach besser zeichnen lernen, nach einem Kursbesuch. Nach einer eifrigen Schaffungsphase ist sie jetzt vor allem beim Übermalen der alten Bilder angelangt.

Andrea Maria Mutti ist gelernte Malerin und Gestaltungspädagogin. Das Thema ihrer Ausstellungsarbeiten ist «Tiefer in die Oberfläche».

Ueli Marti hat wohl die Aussage eines Schwander Lehrers, «Die Sooler Schüler können einfach besser zeichnen» animiert, nie mit dem Zeichnen aufzuhören. Eine solche Ausstellung bedeutet ein erneuter Motivationsschub, Bilder zu verwirklichen.

Ein Besuch der Ausstellung lohnt sich auf jeden Fall. Ein besonderer Leckerbissen ist die öffentliche Vernissage. Die Enkelin von Adolf Fehr, Karin Fehr und der Enkel Daniel Fehr, werden persönlich vor Ort sein und Erinnerungen an ihren Grossvater preisgeben. Mit Martin Lehmann – harmonica slim & biscuit boy konnte auch ein bekanntes Glarner Duo gewonnen werden, welches dieser Vernissage einen ganz besonderen Touch verleiht.

Wir freuen uns auf Sie!

Vernissage: Freitag, 17. August 2018, 18.00 Uhr, Türöffnung 17.30 Uhr

Öffnungszeiten: Samstag und Sonntag 18./19. sowie 24./25.26. August 10.00 – 17.00 Uhr