Soroptimist International vereint Frauen aus allen Kontinenten, Kulturen und Berufen, um sich weltweit für die Verbesserung der Lebensbedingungen für Frauen und Mädchen einzusetzen und zu einer besseren weltweiten Verständigung beizutragen. Parteipolitisch und konfessionell neutral. Somit war der Besuch in Engi kein Zufall. Die Weseta beschäftigt über die Produktion, das Büro und bis in die Führungsetage 70–80% Frauen. «Das hat Tradition», meinte Anita Borschberg, Personalchefin und Leiterin Kommunikation. «Frauen haben in diesem Betrieb immer schon eine tragende Rolle gespielt. Das macht uns auch stolz. Vor Kurzem feierte eine Mitarbeiterin ihr 28-Jahr-Firmenjubiläum und eine andere Mitarbeiterin ihr 15-jähriges.» Weseta unterstützt auch Frauen mit angepassten Arbeitszeiten zur besseren Familienbetreuung.
Zu Beginn erfuhren die Besucherinnen vom Geschäftsführer Maximilian Gugelot etwas über die Geschichte der Firma. Die Zeiten waren nicht immer einfach. Doch das qualitativ hochstehende Produkt sowie eine gesunde Firmenstruktur halfen über die schwierigen Zeiten hinweg. So kann sich die Weseta auf dem Markt gut behaupten.
Dann ging es auf den Rundgang durch den Betrieb. Maximilian Gugelot wusste so einiges Interessantes zu erzählen. Aus bautechnischen Gründen ist die Weberei in Niederurnen. Die grossen Webmaschinen erzeugen so viel Vibration, was dieses alte Gebäude nicht aushalten würde. In der Konfektionierung durften die Damen aber selber zusehen, wie aus einer langen Rolle Tuch ein fertiges Badetuch entsteht. Über das Zuschneiden, Ränder Säumen bis hin zur Qualitätskontrolle, wo jedes einzelne Tuch vor dem Versand noch einmal kontrolliert wird und nicht zuletzt das richtige Falten und Verpacken, bevor es in die Geschäfte geht. Die Frage tauchte auf, warum das Tuch so weich sei, also viel weicher als andere Tücher. Auf diese Frage wollte Maximilian Gugelot nicht so richtig antworten. Mit einem Schmunzeln meinte er: «Ja warum ist es so weich. Das ist und bleibt ein Firmengeheimnis.»
Zum Abschluss des Rundganges bestaunten die Damen noch den Schulgarten, der nach einer Idee der Geschäftsleitung entlang der Fabrikmauer der Weseta angelegt wurde. Die Sechstklässler der Primarschule in Engi pflanzen dort Blumen, Gewürze und Gemüse an, das herrlich blüht und gedeiht.
Ein Besuch im Fabrikladen durfte natürlich nicht fehlen. Der Erlös dieses Besuchs CHF 1000.– wird die Weseta an das Frauenhaus in St. Gallen spenden.
Der erfrischende und reichhaltige Apéro wurde sehr gerne genommen und bot eine gute Gelegenheit sich noch unter den Soroptimisten auszutauschen. Danke der Weseta und insbesondere an Anita Boschberg und Maximilian Gugelot für diesen interessanten Rundgang.



