Sound of Glarus – es hat noch für alle drei Tage Tickets zum normalen Preis

Für das Sound of Glarus in gut einem Monat gibt es für alle drei Tage noch genügend Tickest zu den offiziellen Preisen, dies trotz anderslautenden Meldungen zwielichtiger Internetanbieter und Ticketplattformen.




Der Freitag und Samstag am kommenden Sound of Glarus ausverkauft? Nur noch vereinzelte Tickets zu horrenden Preisen verfügbar? Wer in den letzten Tagen nach Ticktes zum grossen Musikevent im Herzen der Hauptstadt in eingängigen Internetportalen gesucht hat, erblickte zuerst nur Hiobsbotschaften. «Dies hat mit der Realität rein gar nichts zu tun. Das sind unlautere Verkaufstricks von einem berüchtigten Anbieter», schildert Martin Huber von Bergklang den Vorfall. Dahinter steckt das in Genf ansässige Unternehmen Viagogo, welches immer wieder europaweit Tickets zu überhöhten Preisen anbietet. Das Unternehmen nutze dabei rechtliche Grauzonen und Schlupflöcher aus. Angeboten werden die Tickets nämlich von Privatpersonen, die Plattform stellt nur die Verbindung her, natürlich gegen eine stattliche Gebühr. «Zudem kaufen sie sich starke Werbepräsenz auf den Suchseiten ein, sodass sie häufig vor der offiziellen Veranstaltungsseite aufgelistet werden.» Viele Interessierte werden so auf die falschen Angebote weitergeleitet. «Leider sind uns Veranstaltern hier rechtlich die Hände gebunden.» So kann nicht kontrolliert oder eingeschränkt werden, wofür die Tickets gekauft werden. Und wenn auf der Plattform ein Ticket zum überhöhten Preis gekauft wurde, ist dies eine legale Transaktion. Huber weist darauf hin, dass nicht nur beim Sound of Glarus, sondern bei allen Veranstaltungen Tickets nur über den Veranstalter oder dem offiziellen Verkaufspartner bezogen werden sollten. «Hier sind die Preise von Beginn an festgelegt und verändern sich meistens auch nicht mehr.»

Das gleiche Problem hatten in den letzten Jahren auch der Zirkus Knie, aber auch grössere Konzerte und Festivals sind und waren betroffen. Knie versuchte dabei den rechtlichen Weg, da gewisse Vorstellungen als ausverkauft gemeldet wurden, am Schluss aber vor leeren Rängen stattgefunden haben. Dies bisher aber leider ohne Erfolg. Beim Rammstein-Konzert vom kommenden Juni schlug man für die beiden Konzerte im nächsten Jahr einen neuen Weg ein. Der Kauf der Tickets ist nun personalisiert und ohne die Person, welche die Tickets gekauft hat, gibt es am Konzerteingang keinen Zutritt. «So kann der Schwarzmarkt teilweise ausgeschaltet werden, was aber für den Organisator einen deutlichen Mehraufwand nach sich zieht.» Alles in allem eine sehr unangenehme Situation für die Fans, aber auch die Veranstalter, denen aber eben die Hände gebunden sind. «Erst kürzlich hat Google mitgeteilt, dass sie hier eingreifen werden. Mittlerweile wurde für die Ticketplattform Viagogo ein weltweites Werbeverbot auferlegt.» Wie sich das genau weiterentwickelt und bis wann hier weitere Massnahmen greifen, ist aber noch nicht bekannt. «Es ist aber gut, dass hier das Problem erkannt wurde.»

Tickets für das Sound of Glarus bekommt man weiterhin auf www.soundofglarus.ch zu den offiziellen Preisen. Und wohl nicht nur Huber hofft, dass im nächsten Jahr dieses leidige Thema zu den Akten gelegt werden kann.