SP bleibt dem Dreiermodell treu

Der Parteitag der SP sagt erwartungsgemäss Ja zu drei Gemeinden. Die Geschäftsleitung wurde mit neuen Mitgliedern ergänzt



Der Glarner schaut immer vorwärts – auch wenn er zurück schaut“: Ruth Kobelt begrüsst die SP auf dem Zaunplatz mit einem Drei-Gemeinden-Lied. Bild Daniel Fischli
Der Glarner schaut immer vorwärts – auch wenn er zurück schaut“: Ruth Kobelt begrüsst die SP auf dem Zaunplatz mit einem Drei-Gemeinden-Lied. Bild Daniel Fischli

Im Hinblick auf die ausserordentliche Landsgemeinde wollte die SP auch einen ausserordentlichen Parteitag gestalten und beschloss, sich auf dem Landsgemeindeplatz zu versammeln. Nach einer herzlichen Begrüssung bei Kerzenlicht durch die Präsidentin Christine Bickel durften die Sozialdemokraten einem humorvollen Schauspiel beiwohnen.

Die Kabarettistin Ruth Kobelt trug zwei geistreiche musikalische Gedichte vor. Eines handelte von den heutigen 25 Gemeinden und eines von den geplanten drei zukünftigen. Die musikalischen Einlagen reichten von der Nationalhymne, über Klassiker der Filmgeschichte bis hin zu einem Rap. Nach dem Amüsement konnten sich alle Mitglieder noch bei einem Gläschen Glühwein aufwärmen.

“Entscheid war rechtmässig“


Nach dem Glühwein ging es in das Restaurant Stadthof - an die Wärme. Dort standen die Parolenfassungen zu den Geschäften der Landsgemeinde auf dem Programm. Hans-Rudolf Forrer, Gemeindepräsident von Luchsingen und Landrat, erläuterte dem Parteitag die Geschäfte. Als Einstieg verlor er ein paar Worte zum Verlauf der Gemeindestrukturreform und bemerkte, dass die Arbeit nach Plan verlaufe. “Die Landsgemeinde 2006 ist rechtmässig verlaufen, dies hat das Bundesgericht bestätigt“, erklärte Forrer. Regierungs- und Landrat seien mit klarer Mehrheit für das Dreiermodell. Er stellte dem Parteitag den Antrag ebenfalls in diesem Sinne die Parole zu fassen. Den Memorialsantrag „Eine Gemeinde“ beantragte er abzulehnen.

Den Gegenantrag stellte Landrat Erich Leuzinger, Glarus. Dabei widersprach er seinem Vorredner insbesondere in dem Punkt, dass die Landsgemeinde 2006 rechtmässig gewesen sei. Weiter führte er aus, dass dieses Projekt enorme Folgen für das Glarnerland hätte und es ungeschickt sei, den spontan gefassten Entscheid zu untermauern.

Nach weiteren Voten trat die Präsidentin Christine Bickel zur Abstimmung und der Parteitag folgte klar mit 30 zu 5 Stimmen den Anträgen von Hans-Rudolf Forrer, das Dreiermodell an der Landsgemeinde zu bestätigen.

Wechsel in der Geschäftsleitung


Mit Matthias Eggenberger und Thomas Kistler verlassen zwei Mitglieder die Geschäftsleitung der Glarner SP. Kistler führte während sieben Jahren die Finanzen der Partei.

Die Geschäftsleitung schlug dem Parteitag drei neue Mitglieder vor. Zukünftig wird Christian Gredig aus Obstalden die Parteikasse hüten. Als weitere Mitglieder der Geschäftsleitung wurden Martin Bilger, Ennenda, und der junge Student Michael Pesaballe, Oberurnen, gewählt.