SP Glarus Süd ist konsterniert

An der offenen Vorstandssitzung diskutierte der Vorstand der SP Glarus Süd mit seinen Mitgliedern über die Traktanden der anstehenden Gemeindeversammlung. Die SP unterstützt den Gemeinderat von Glarus Süd grossmehrheitlich – ist aber konsterniert.



Schönfärberei beim Budget

Es ist dem Gemeinderat von Glarus Süd gelungen, den Aufwandüberschuss im Budget 2015 auf 1,37 Millionen zu reduzieren. Bei der Analyse und der Diskussion der Kennzahlen kamen die Mitglieder der SP Glarus Süd gemeinsam zum Schluss, dass das Budget 2015 einen schönfärberischen Anstrich hat. Einerseits ist das operative Ergebnis mit einem Aufwandüberschuss von 3,21 Millionen immer noch tiefrot und andererseits sieht auch der Finanzplan bis 2019 wenig ermutigend aus. Nicht einverstanden sind die Mitglieder der SP auch mit der Geschäftsprüfungskommission, welche die Auffassung vertritt, dass die Gemeinde Glarus Süd nur noch 5 Millionen Franken pro Jahr investieren dürfe. Die Strategie würde bedeuten, dass man von der heutigen Substanz leben und nötige Investitionen zugunsten einer ausgeglichenen Rechnung aufschieben würde. Eine solche Strategie verlagert lediglich Probleme in die Zukunft.

Individuelle Lohnentwicklung


Die SP unterstützt den Gemeinderat ausdrücklich den Antrag des Gemeinderates von Glarus Süd, die Lohnsumme um 1,5 Prozent zu erhöhen. Hierfür spricht, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Glarus Süd seit 2011 im Vergleich mit den anderen Gemeinden und dem Kanton Glarus die geringste Erhöhung erfahren haben. Die Gemeinde Glarus Süd kann so auch ihre Attraktivität als Arbeitgeberin verbessern.

Genehmigung kommunaler Richtplan


Der Gemeinderat von Glarus Süd lässt die Gemeindeversammlung über zwei praktisch nicht veränderte Kapitel abstimmen. Man ist auf die Gründe der Rückweisung nicht eingegangen und hat eine Abwehrhaltung gegenüber den Personen eingenommen, welche den Entscheid der Gemeindeversammlung von Juni 2014 herbeigeführt haben. Man verpasst so eine Chance, stufengerecht über den Richtplan zu diskutieren und auch Visionen und alternative Strategien für Glarus Süd zu suchen. Die SP hat zu diesem Traktandum Stimmfreigabe beschlossen und ist konsterniert über diese Entwicklung.