Spannende Geschichte der Turngeräte

Der Männerturnverein Schwanden besuchte an der traditionellen Landsgemeindemontag-Turnfahrt in Ebnat Kappel die Ausstellung im Alder-Eisenhut-Museum über die Entwicklung der Turngeräte ab 1891.



Die Entwicklung beim Barren ist ähnlich (Bild 2)
Die Entwicklung beim Barren ist ähnlich (Bild 2)

Der Name «Alder und Eisenhut» ist jedem Schüler, Turner und Sportler ein Begriff. Weitaus die meisten Turngeräte in allen Turnhallen in der Schweiz sind mit dem Signet der «Alder und Eisenhut» versehen. Spannend ist die Geschichte der Entwicklung der Geräte. 1909 fusionierte die Firma Alder mit dem Konkurrenten Eisenhut. Es entstand die erste schweizerische Turngerätefabrik. Mit der Einführung des «Knabenturnens» als obligatorisches Schulfach entwickelte die Firma immer neue Sportgeräte. Geräte, wie Wippe, Schaukelringe, Rundlauf, Stelzen, Bogen und Armbrust wurden entwickelt. Ballspiele wurden erfunden. Viele dieser Geräte sind in abgeänderter Form noch heute in den Turnhallen in Betrieb. Alder und Eisenhut hat in den vergangenen 140 Jahren mehr als 2000 verschiedene Turngeräte erfunden.

Die Produktion wurde 1913 ins Toggenburg verlegt, wo sie noch heute ansässig ist. Zur Energieerzeugung besass die Firma ein eigenes Wasserkraftwerk. Zuerst wurde die Energie mechanisch, dann elektrisch in die Produktionshallen übertragen.

 

Nach einem ausgiebigen Apéro trafen die Männerturner zum gut bürgerlichen Mittagessen im Haus der Freiheit ein. Toni Brunner begrüsste die Männerturner und stellte seinen Betrieb vor. Grosses Interesse fanden die beiden Ehringer Kühe. Eine ist im nächsten Jahr als Ehrenpreis für ein grosses Schwingfest reserviert. Mit einem kleinen Schnaps in der Bar seines Stalls wurden wir verabschiedet.

Erklärung zu den zwei Bildern

Das älteste «Pferd» hatte einen Pferdekopf. Dieser Kopf wurde von Jahr zu Jahr kleiner – er behinderte die Kunstturner bei Grätsch- und Stemmübungen. Dass moderne Pferd ist etwas dicker, hat Griffe und keinen Kopf mehr. Die Entwicklung des Geräts ist beim Pferd am eindrücklichsten. Anfänglich war das Pferd vor allem zur Kräftigung der Arme gedacht. (Bild 1)

Die Entwicklung beim Barren ist ähnlich: Ursprünglich stellte man ein Reck auf. Das wurde mit Seilen und Pflöcken befestigt. Später wurden zwei solche Recks miteinander verbunden aufgestellt. Der Barren war erfunden. Die Weiterentwicklung des Barrens zum modernen Sportgerät ist bemerkenswert. Das Gerät kann individuell in Höhe und Breite eingestellt werden. (Bild 2)