Spatenstich im Regen

Bei garstigem Wetter feierte das Alterszentrum Bühli in Ennenda am Mittwochvormittag den Spatenstich für das neue Kompetenzzentrum Demenz.




Es gab kein Pardon: Für den eigentlichen Spatenstich mussten Bauleute sowie die Vertreter von Behörden, Alterszentrum Bühli und Medien ins nasse Gras. Darob liess man sich die Laune aber nicht verdriessen, ging es doch um ein innovatives, zukunftsgerichtetes Projekt: das neue Kompetenzzentrum Demenz.

Im Trockenen dankte Verwaltungsratspräsident René Chastonay sodann allen, die dazu beigetragen hatten, dass nach fast drei Jahren Vorbereitungszeit nun der Spatenstich erfolgen konnte. Vor allem auch dem Bühli-Team mit Ronald und Esther Leuzinger an der Spitze, die viel Herzblut und Kostenbewusstsein ins Projekt gesteckt hätten.

Gemeindepräsident Christian Marti würdigte den «mutigen, vor allem aber auch weitsichtigen Schritt». Der Gemeinderat freue sich sehr auf den «Leuchtturm». Sein Dank gehe an die heute zuständigen Organe, aber auch an die früheren, die einen wichtigen Beitrag geleistet hätten.

Zwei neue Bauten

In der ersten Juliwoche wird laut Heimleiter Ronald Leuzinger ein Teil des bisherigen Verbindungsgangs zwischen Alterszentrum und Alterswohnungen abgebrochen. Eine Baustrasse wird zum Südbereich führen, wo der Haupteingang für rund vier Monate domiziliert sein wird.

Im Norden entsteht ein zweigeschossiger Anbau mit Cafeteria als Begegnungsort und Räumen für die Verwaltung im Parterre sowie einem grossen Tagesstrukturraum im ersten Stock. Letzterer soll wenn möglich noch dieses Jahr in Betrieb genommen werden; Cafeteria und Verwaltungsräume im April 2019.

Im Süden wird das Kompetenzzentrum Demenz mit zwölf Plätzen in fünf Zweier- und zwei Einerzimmern erstellt. Der ebenfalls zweigeschossige Neubau beinhaltet unten Infrastrukturräume und oben die Demenzabteilung. Dank des Hügels im Südwesten ist der direkte, ebenerdige Zugang von der Abteilung zum dort entstehenden Demenzgarten gewährleistet. Dieser bietet einen Rundlauf ohne Ende und einen begehbaren Teich. «Die Bewohner sollen Wasser und Steine spüren können», sagte Ronald Leuzinger.

Das Kompetenzzentrum Demenz soll im Mai 2020 eröffnet werden. Bewohner mit einer komplexen Demenzerkrankung («2. Welt») werden dort professionell, sicher und wertschätzend begleitet und betreut werden können. Menschen mit einer demenziellen Erkrankung, die noch einigermassen selbstständig sind («1. Welt»), werden hingegen nach wie vor im ganzen Bühli integriert, d.h. sie leben mit geistig vitalen Bewohnern zusammen.