An der Arbeit ist Ruedi Wirth aus Riedern mit seinem Forstunternehmen. Das Drahtseil beginnt auf einem Felskopf unterhalb der Schiltwand. Der Aufbau der Transportanlage beanspruchte rund zwei Tage. Für den Transport der Seilwinde war der Einsatz eines Helikopters unumgänglich. Die Forstarbeiter sind in recht steilem Gebiet tätig. Ziel der bis ungefähr Ende August dauernden Ausholzung ist, jene Bäume zu fällen und wegzuschaffen, die der notwendigen Verjüngung des Schutzwaldes Platz machen müssen. Damit man Bäume, die nicht unmittelbar beim Hauptseil liegen, ins Tal transportieren kann, werden kleinere, auf die Seiten führende Transportanlagen gebaut. Die zu fällenden Bäume wurden vom verantwortlichen Förster der Gemeinde Glarus vorgängig markiert. Am Hauptseil können mühelos zwei bis drei, bereits entastete Stämme weggeführt werden. Der bei solchen Fahrten verursachte Ton ist recht gut hörbar. Ruedi Wirth erledigt diese umfangreichen Arbeiten, nachdem er von der Gemeinde den entsprechenden Auftrag erhalten hat. So können Brenn- und Schnittholz transportbereit östlich des Sportplatzes für eine gewisse Zeit zwischengelagert werden. Damit alles unfallfrei abgewickelt werden kann, muss ein kleiner Teil des sogenannten, zur Ennetbergstrasse führenden «Grüeziwegs» während den Arbeiten gesperrt werden. Zudem musste wegen des Abtransports eine im Moment gut sichtbare, schmale Schneise in den Wald gehauen werden. Damit können die gefällten Bäume gefahrlos zu Tal gebracht werden. Vor einigen Tagen hat sich als Folge der Holzarbeiten ein Stein gelöst. Er donnerte ins Tal, richtete aber keine Schäden an. Ruedi Wirth und seine Leute wissen um diese Risiken. Es wird entsprechend vorsichtig gearbeitet. ArtikelEs bestehen in diesem Gebiet seit vielen Jahren Messstellen, die regelmässig aufgesucht und kontrolliert werden. Steinschläge gab es in den vergangenen Jahren höchstens nach langen Regenperioden und Wintereinbrüchen. Es sei noch angemerkt, dass bei dem ab «Gässlistein» durch den Wald ins Uschenriet führende Spazierweg seit Jahren feste Warnsignale aufgestellt sind.
Glarner Literatursommer 2026 eröffnet mit Daniel Mezger aus Linthal


