Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist der Umweltfreundlichste im Land?

Wahlthema Umwelt: Das Rating der Umweltallianz zeigt, wie die Parlamentarierinnen und Parlamentarier in den letzten vier Jahren abgestimmt haben. Deutlich wird, wie gross die Unterschiede zwischen und innerhalb der Parteien sind.




Taten zählen, nicht Worte: Kurz vor den Wahlen geben sich fast alle Parteien umweltfreundlich. Die Umweltallianz, zu der der WWF Schweiz, Pro Natura, Greenpeace und der VCS gehören, haben den Parteien auf den Zahn gefühlt und die wichtigsten 54 Umweltabstimmungen im Nationalrat der letzten vier Jahre ausgewertet.

Martin Landolt stimmte in zwei von drei Fällen für Umweltanliegen: Für den Nationalrat kandidiert erneut Martin Landolt (BDP). In der letzten Legislatur stimmte er in 63% der Fälle für die Umwelt. Sowohl Martin Landolt als auch seine Herausfordererin Priska Grünenfelder (SP) haben ein Wahlversprechen für die kommenden vier Jahre abgegeben.

Glarner Standesvertreter mit wenig Gehör für Umweltanliegen: Die beiden Glarner Ständeräte Werner Hösli (SVP, 7,1% Umweltfreundlichkeit) und Thomas Hefti (FDP, 12,5%) zeigten wenig Gehör für Umweltanliegen. So stimmten beide auch jüngst in der Herbstsession bei der Beratung des CO2-Gesetzes konsequent gegen die umweltfreundlichen Vorschläge. Sie werden herausgefordert von Mathias Zopfi, der sich im Gegensatz zu den beiden Bisherigen an der Wahlumfrage der Umweltverbände beteiligt hat und einen Wert von 95% erreicht (siehe hier).

Umweltfreundlich wählen, jetzt! Im Herbst 2019 haben wir nach vier Jahren verlorener Legislatur die Chance, ein umweltfreundliches Parlament zu wählen, das sich für unsere Zukunft einsetzt. Als Wahlhilfe für die Stimmbevölkerung empfehlen die Verbände ihr aktuellstes Umweltrating. Dieses zeigt, wie umweltfreundlich die bisherigen Parlamentarierinnen und Parlamentarier sowie die neuen Kandidierenden sind. (www.umweltrating.ch)