Spitex Sernftal – Jahresthema: Schweigepflicht

Der Antrag des Vorstandes der Spitex Sernftal betreffend Fusionsabklärungen mit der Spitex Glarus Süd durchzuführen, wurde mit 12:25 Stimmen abgelehnt. Allen anderen Geschäften stimmte die Versammlung zu.




Präsident Bernhard Böckle begrüsste mehr als 45 Personen zur 16. Hauptversammlung. Die Spitex Sernftal rechnete im Jahre 2018 8795 Arbeitsstunden ab. Die Zahl der Mahlzeiten stieg gegenüber dem Vorjahr um 273 auf 1123 Stück. Der Verein Spitex Sernftal zählt 486 Mitglieder.

Im Jahr 2018 durften wir 4 Jubilarinnen ehren: Silvia Greber hatte ihr 10-Jahr-Dienstjubiläum, 15 Dienstjahre feierten Esther Bühlmann und Elsbeth Rhyner und ihr 20-Jahr-Dienstjubiläum feierte Elsbeth Rhyner-Elmer.

Esther Bühlmann erläuterte in einem zweiten Teil spezifische Themen von Pflege, Hauswirtschaft und der Kranken- und Sterbebegleitgruppe. Wie jedes Jahr, hält sich das Team mit verschiedenen Fortbildungskursen auf dem Laufenden. Die Krankenbegleitgruppe Sernftal besteht im Moment aus 6 Frauen. Der Kantonalverband bietet immer wieder Kurse an, in denen das breite Spektrum der Sterbebegleitung gelernt oder vertieft werden kann. Im November besuchten drei Frauen den 3-tägigen Kurs Palliative Care; er war sehr lehrreich.

Die Geschäftsführerin Marlen Marti-Fux präsentierte die Rechnung 2018. Sie weist einen Aufwand von Fr. 431 947.54 einen Ertrag von Fr. 440 736.74 und eine Bilanzsumme von Fr. 202 534.28 auf. Das Budget 2020 wurde diskussionslos genehmigt.

Über den Antrag für Fusionsabklärungen mit der Spitex Glarus Süd wurde lange über ein Dafür oder Dagegen diskutiert.

Präsident Bernhard Böckle erläuterte bereits in seinem Geschäftsbericht, dass die Gemeinde Glarus Süd einen Zusammenschluss der beiden Organisationen (Süd und Sernftal) aus eigener Initiative sich wünschen würde. Dazu fand im Herbst eine Aussprache der beiden Spitex-Vereine statt. Als Folge davon wurden in der Spitex-Sernftal zwei Besprechungen mit den Gemeindevertretern durchgeführt; die erste mit dem Vorstand und die zweite mit der Belegschaft. Für das weitere Vorgehen hat der Vorstand beschlossen, dass sie die Zustimmung der Mitglieder an der Hauptversammlung einholen möchten. Bei einer Annahme des Antrages erlauben sie dem Vorstand, die Fusionsabklärungen durchzuführen, sodass die Spitex Sernftal die Zukunft aktiv mitgestalten kann. Bei der Ablehnung des Antrages muss der Vorstand die Reaktionen der Gemeinde abwarten. Die Zukunft der Spitex Sernftal wird dann zwangsweise fremdbestimmt. So präsentierte sich die Ausgangslage aus Sicht des Vorstandes.

Aufgrund der Aussagen sei eine Fusion noch nicht reif, meinte ein Mitglied. Ausserdem stellt sich die Frage, warum eine solide, gut funktionierende Organisation aufgelöst werden soll! Jemand anders brachte ein, dass der Materialeinkauf bereits jetzt kooperiert stattfinden und mit dem Personal ebenso eine Zusammenarbeit ins Auge gefasst werden könnte. Die angedachte kantonale Lösung war für jemanden Grund genug, den Antrag zu stellen, dass die Fusionsabklärungen ad acta gelegt werden sollen.
Die Abstimmung zeigt ein deutliches Resultat: Antrag Vorstand: 12 Stimmen, Antrag Ablehnung: 25 Stimmen.

An dieser Stelle möchte sich der Vorstand beim Präsidenten Bernhard Böckle für seine grosse Arbeit ganz herzlich bedanken.