Lawinen, Erlebniswelten und Gondelbahnen

An der Generalversammlung der Sportbahnen Braunwald AG standen eine vergangene Lawine sowie eine künftige Erlebniswelt und die Erschliessung von Braunwald im Zentrum.




Das prägendste Ereignis im letzten Winter war ein kontrollierter Lawinenabgang auf Gumen, berichtete der Verwaltungsratspräsident Fritz Trümpi am letzten Freitag an der Generalversammlung der Sportbahnen Braunwald AG im «Grotzenbüehl». Mitte Januar kam an einem Hang so viel Schnee zusammen, dass ein kontrollierter Lawinenabgang und somit eine Sprengung per Helikopter notwendig wurde. Die Menge des Niederganges führte dabei jedoch zu einigen Schäden an der Infrastruktur der Sportbahnen, aber auch an Gebäuden von Privaten. Reparaturen und Aufbauarbeiten konnten vor allem im Frühling zum grössten Teil erledigt werden. «Nun sind aber die Gespräche mit den Versicherungen offen.» Aus diesem Grund müsse der ganze Vorfall gründlich abgeklärt werden. «Die Sportbahnen stehen aber voll und ganz hinter der Entscheidung. Die Schneemenge wäre so oder so gekommen, ohne die Sprengung aber zu irgendeinem Zeitpunkt und völlig unkontrolliert.»

Ein gutes Geschäftsjahr 2018/2019

Ansonsten konnte Trümpi auf ein sehr gutes Geschäftsjahr 2018/2019 blicken. Der Sommer war sehr schön und heiss, was viele Gäste ins Gebiet der Sportbahnen brachte. Und auch der Winter begann früh und schneereich. «Aber auch ein sehr gutes Jahr schliesst nach notwendigen Anschaffungen und den Abschreibungen leider leicht negativ.» Dass hier Handlungsbedarf besteht habe der Verwaltungsrat schon früher erkannt und auf der einen Seite zukunftsweisende Projekte sowie eine Bilanzsanierung in petto. «Der letzte Schritt der Bilanzsanierung macht aber erst Sinn, wenn mit den Projekten die Zukunft der Bahn und dem Tourismus in Braunwald gesichert ist.» Unter dem Titel «Erlebniswelt Braunwald» habe man nun vier Teilprojekte, welche zum Teil mit der noch zu gründenden Touristinfra AG des Kantons Glarus realisiert werden können. Zum einen sind dies kleinere Teilprojekte, welche relativ schnell umgesetzt werden können, wie ein Funtrack/Skicross-Anlage, die Erweiterung des Kletterangebots und Lehrpfade und Themenwege. In einem weiteren Projekt soll die Idee Mattsee angepackt werden. Und als drittes die Aufwertung der Gruppenumlaufbahn 2 in eine kuppelbare 10er-Gondelbahn. Hier warte man aber ab, wie sich der Kanton betreffend Erschliessung von Braunwald entscheidet. Neben der Standseilbahn, wo in absehbarer Zeit die Bergstation erneuert werden muss, habe hier eine Interessensgemeinschaft den Vorschlag mit einer Gondelbahn zum Hüttenberg sowie einer Erschliessungsstrasse für schwere Güter vorgelegt. «Die Sportbahnen begrüssen diese Variante und sehen in ihr grosse Vorteile.» Hier könne zum Beispiel die Bergstation mit dem Netz der Sportbahnen verbunden werden. «Sicher ein grosser Vorteil für unsere Gäste.»

In einem vierten Schritt würde dann die AG auch im Gastronomiebereich Erneuerungen durchführen. «Wie Sie sehen, gehen uns in den nächsten sechs, sieben Jahre die Ideen und Projekte nicht aus.» Zum Abschluss konnte Geschäftsführer André Hauser auf einige Highlights des prallgefühlten Programms in Braunwald blicken. Dies sei nur möglich, weil alle in Braunwald zusammenhalten, um einen der schönsten Orte in der Schweiz weiterhin attraktiv zu gestalten.