Ständeratswahlen – es kommt zu einen Dreikampf

Völlig überraschend gab am Mittwochmorgen, zu Beginn der Landratsitzung, Landrat René Brandenberger bekannt, dass er in den Wahlkampf um den zweiten Glarner Sitz im „Stöckli“ eingreifen werde. Brandenberger ist neben Nationalrat Werner Marti und Regierungsrat Pankraz Freitag bereits der dritte Kandidat der sich um die Nachfolge von Fritz Schiesser bewirbt.



Landrat René Brandenberger: der dritte Kandidat für die Nachfolge von Ständerat Fritz Schiesser (Bild: ehuber)
Landrat René Brandenberger: der dritte Kandidat für die Nachfolge von Ständerat Fritz Schiesser (Bild: ehuber)

Anschliessend die Pressemitteilung von René Brandenburger in Originallänge.

Für eine echte Wahl !

Drei Bereiche sind für unseren Kanton und seine Zukunft von grösster Bedeutung:

 

  1. Die Erschliessung und Stärkung des Wirtschaftsraums Schwanden ist zwingend, sonst wird Glarus Süd in Zukunft mit jedem Jahr noch mehr entvölkert. Ich sehe eine durchgehende Strassenverbindung nach Schwanden, die uns von der Autobahn bequem, sogar mit einigem Zeitgewinn, vor allem aber und in erster Linie sicher nach Glarus Süd bringt. Dem Mobilitäskonzept, wie von der Glarner Regierung 2006 verabschiedet, muss auf Bundesebene endlich zum Durchbruch verholfen werden.
  1. Der Sanierung des Linthwerks zur Sicherung der gesamten Linthebene vor Hochwassern muss grösste Aufmerksamkeit geschenkt werden. Die jetzige Kontroverse und das Gezeter um etwas mehr oder weniger Ökologie muss zugunsten der Hochwassersicherheit ein Ende finden. Der Bund, durch die Eidg. Linthverwaltung bis 2002 für das Linthwerk verantwortlich, muss als vermittelnde Instanz bei dieser lebenswichtigen Frage für unsern Kanton, die gesamte Linthebene und der Anrainerkantone, seine Verantwortung heute noch einmal wahrnehmen. Mit dem Bundesgesetz über die Auflösung der Linthunternehmung vom 5. Oktober 2001 hat sich der Bund am 1. Januar 2004 aus seiner Verantwortung verabschiedet! Für die heutige Situation in Sachen Linthwerk trägt der Bund aber nach wie vor Mitverantwortung.
  1. Innenpolitisch muss es dem Glarnerland gelingen, die Verwaltungsreform zu drei Gemeinden mit aller Würde zu vollziehen. Die Landsgemeindebeschlüsse von 2006 und 2007 müssen dazu führen, dass das Glarner Volk mit drei Gemeinden näher zusammen findet. Nur so kann das Glarnerland mit Selbstsicherheit gegenüber dem Bund auftreten, um in der Eidgenossenschaft nicht mehr nur als „Bittsteller“ da zu stehen, sondern auch redlich zu „fordern“ und zu beweisen, was demokratisch möglich ist. Dadurch können wir unsere zwingend nötigen Interessen nachhaltig vertreten. Nichts wäre der Glarner Verwaltungsrevolution abträglicher, als wenn sich die Glarner Dörfer „entfernten“ und Streit eine tragische Konsequenz wäre.

 

Ich darf seit bald 60 Jahren im Glarnerland leben und fühle mich, trotz einiger politischer Unzulänglichkeiten, mit jedem Tag wohler. Das Glarnerland ist mit seinem Land, seinem Volk, seinen hervorragenden Produkten und wegen der Landsgemeinde ein ganz besonderer Kanton in der Schweiz und in Europa sogar einmalig. Als bürgerlicher Politiker bin ich der Ansicht, dass wir nicht länger auf noch bessere Zeiten warten können: Wir müssen diese Sache mit aller Kraft selber anpacken. Als Landrat der Gemeinde Mollis stelle ich mich deshalb der Ständeratswahl und bitte das Glarner Stimmvolk freundlich um Unterstützung.