Start der Rehkitzrettungssaison im Kanton Glarus

Mit dem Beginn der Mähsaison startet aktuell im Kanton Glarus auch die Rehkitzrettungssaison. Jahr für Jahr leisten dabei die Hegeortsobmänner, zahlreiche Jägerinnen und Jäger sowie viele für die Sache begeisterte Privatpersonen, einen wertvollen Einsatz zum Schutz der jungen Wildtiere. In den kommenden Wochen sind sie erneut stark gefordert, um die verschiedenen Rettungsaktionen zu koordinieren und gemeinsam mit den Landwirten rasch und gezielt zu handeln.



(Bilder: zvg)
(Bilder: zvg)

Bereits vor den ersten Mäharbeiten werden in vielen Gebieten sogenannte Verblendungen vorgenommen. Dabei stellen die Jäger weisse Fahnen an den Wiesenrändern auf, um die Rehgeissen dazu zu bewegen, ihre Kitze nicht im hohen Gras abzulegen. Diese einfache, aber wirkungsvolle Massnahme hat sich seit Jahren bewährt.

Zusätzlich verfügt die Rehkitzrettung Glarnerland mittlerweile dank zahlreicher Sponsoren über eine moderne Flotte von vier Wärmebilddrohnen, die auf die verschiedenen Regionen verteilt im Einsatz stehen. Damit können Wiesen in den frühen Morgenstunden effizient abgesucht und versteckte Rehkitze rechtzeitig entdeckt werden.

Unter der Leitung von Einsatzleiter Markus Wigger steht ein motiviertes Team von 16 Pilotinnen und Piloten bereit. Durch Refresher-Kurse sowie gezielte Neuausbildungen wurden alle bestens auf die bevorstehende Saison vorbereitet. Unterstützt werden sie von zahlreichen Helferinnen und Helfern am Boden, welche die gefundenen Rehkitze sichern und vor den Mäharbeiten in Sicherheit bringen.

Die erfolgreiche Rehkitzrettung ist nur dank der guten Zusammenarbeit aller Beteiligten möglich. Landwirte können Verblendungen oder Drohnensuchflüge unkompliziert über ihren zuständigen Hegeortsobmann anfordern. So trägt die Rehkitzrettung Glarnerland auch in diesem Jahr aktiv dazu bei, viele Jungtiere vor dem Mähtod zu bewahren.