Start zum Wiederaufbau erfolgte bereits einen Tag nach dem Brand

Der Spatenstich der Firma Holzbau Marti AG vom vergangenen Freitag war zum einen bestimmt ein freudiges Ereignis, weniger erfreulich war aber sicher der Grund, der dazu führte. Brannte doch am 24. September 2017 vergangenen Jahres das bestehende Gebäude bis auf die Grundmauern nieder. Bereits einen Tag später, also am 25. September, wurde bereits konkret über einen Wiederaufbau und über die ersten Pläne diskutiert.




Der Spatenstich fand in einem kleinen Rahmen am Standort des geplanten Neubaus in Anwesenheit von Mitarbeitern, Nachbarn und Interessierten statt. Hansruedi Marti, Geschäftsführer von Marti Holzbau AG, blickte zu Beginn kurz auf das tragische Ereignis zurück, blickte aber voller Zuversicht auf das Projekt des Neubaus. «Aus Ruinen kann zum Glück auch wieder Neues entstehen. Wie er in seinen kurzen Ausführungen erklärte, sei damals der Schock sehr tief gesessen, aber bereits am Morgen danach habe man über einen Wiederaufbau diskutiert.

Ablauf im Zeitraffer

Nach dem folgenschweren Brand am 24. September wurde bereits im Oktober mit der Planung des Neubaus gestartet. «Klar war von Anfang an, dass das Gebäude an der gleichen Stelle wie das alte wieder aufgebaut wird.» Marti erklärte weiter, dass in den Monaten Oktober und November der Abbruch der Bauruine erfolgte und bereits im Februar 2018 die Baueingabe für das neue Gebäude eingereicht wurde. «Im Mai dieses Jahres haben wir dann die definitive Baubewilligung erhalten und mit dem Baustart – der Baugrube – begonnen.» Wie er weiter ausführte hoffe er, dass im November die Aufrichte des Rohbaus erfolgen könne und im Mai kommenden Jahres das Ende des Neubaus realisiert werde. «Wenn alles normal verläuft, können wir im Juni 2019 den Neubau beziehen und mit der Produktion und den Arbeiten wieder starten.»

Viele Schritte und grosses Verständnis

«Es war und wird noch ein langer Weg bis wir wie erwähnt im Juni einziehen können. Dass es aber überhaupt dazu kommen kann, waren viele Schritte und vor allem viel Verständnis von den Mitarbeitern, den Lieferanten, aber vor allem von unseren Kunden nötig.» Wie Marti ausführte, war hier ein Miteinander von entscheidender Bedeutung, denn es benötigt viele kleine Rädchen, die ineinandergreifen, um ans Ziel zu gelangen. Er bedankte sich an diesem Freitagabend bei allen, welche zum guten Gelingen beitragen haben, in erster Linie bei seiner Familie, seinen Eltern und seinen sich stets engagierten Mitarbeitern, sowie den verschiedenen Planerteams.

Architektur, Konstruktion und Oekologie

Detailliert äusserte sich Marti dann zum geplanten Gebäude, das sich gestalterisch an den gut funktionierenden Altbau anknüpfen wird. Das Sockelgeschoss wird in Massivbauweise (Beton) und das Hallengeschoss als reiner, statischer Holzbau erstellt. Die charakteristische Fassade wird aus sägeroher und unbehandelter Schalung aus Fichte ausgestattet und ein Satteldach überdeckt das gesamte Gebäude. «Eine Photovoitaik-Anlage ist über die gesamte Dachseite der Südfassade vorgesehen und ist zur Stromproduktion für das gesamte Areal (Holzbau, Bauunternehmung und Betonanlage) geplant. «Mit eigenen Holzabfällen werden wir unsere Holzbeheizung bestücken.

«Wir haben bei diesem Brand viele wichtige, zum Teil alte und wertvolle Produkte verloren, nie aber unsere Hoffnung, betonte Marti am Schluss der kleinen, aber sehr eindrücklichen Feier.