Stiftungen: Ziel ist die Unterstützung des Wirtschaftsarchivs

Die im Jahre 2002 gegründete Stiftung Glarner Wirtschaftsarchiv wird seit dem Jahre 2004 materiell und ideell unterstützt durch den Gönnerverein des Glarner Wirtschaftsarchivs. An der letzten Versammlung wurde wieder ein Beitrag von 12 000 Franken beschlossen.




Die Stiftung Glarner Wirtschaftsarchiv (GWA) in Schwanden will industrielle Kulturgüter des Glarnerlandes sammeln, erfassen und bewahren. Archivbestände von Glarner Firmen sollen für wissenschaftliche Forschung und interessierte Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Ferner wird durch Wechselausstellungen das Bewusstsein für Glarner Industriekultur gestärkt. Da die Stiftung diese Zielsetzungen nicht allein bewältigen kann, wurde der Gönnerverein des Glarner Wirtschaftsarchivs gegründet. Er wird präsidiert von August Rohr, ehemaliger Kantonsschullehrer, aus Diesbach.

Materielle und ideelle Unterstützung

Der Verein dient der materiellen und ideellen Unterstützung der Stiftung Glarner Wirtschaftsarchiv (GWA). Er unterstützt nicht nur regelmässig die Ausstellungen des GWA, er organisiert auch Führungen und Vorträge oder Exkursionen. Mitglieder des Gönnervereins haben freien Eintritt ins GWA und dessen Ausstellungen sowie Anrecht auf alle Informationen über die Aktivitäten des GWA. Der Mitgliederbeitrag beträgt für Einzelpersonen 20, für Ehepaare 30 Franken. Zurzeit zählt der Verein knapp 260 Mitglieder.

Im vergangenen Jahr hat der Gönnerverein den rekordhohen Betrag von 35 000 Franken für die Beschaffung von Rollgestellen für das GWA beschlossen. Die Rollgestelle sind inzwischen montiert und haben sich sehr bewährt. An der letzten Versammlung im Mai 2018 haben die Vereinsmitglieder nochmals einen Beitrag von 12 000 Franken bewilligt. Er soll die Möblierung eines Arbeitsplatzes im Archiv ermöglichen.

Noch warten 87 Paletten Archivgut

Wie immer informierte an dieser Versammlung auch die wissenschaftliche Leiterin des Archivs, Sybill Kindlimann, über verschiedene Aktivitäten. So wurde eine Sicherung des Standortes Dachboden für die Musterbücher ausgeführt, da der Unterboden morsch war und für die schweren Musterbücher gestärkt werden musste. Zudem musste eine neue Lüftung mit Temperatur- und Feuchtigkeitsmessung eingebaut werden. Eine Sanierung erfolgte auch im Erdgeschoss des Hänggiturms wegen eindringender Feuchtigkeit. Hier wird ein neuer Archivraum entstehen, denn im Moment sind noch 87 Paletten mit Archivgut der ehemaligen Firma Blumer im einstigen Thermagebäude untergebracht. Die Rücknahme dieses Archivs sei eine riesige Aufgabe, erklärte Kindlimann, aber sie hoffe, dass sie in einem Jahr abgeschlossen werden könne. Neben Kindlimann arbeiten im Archiv noch Ursula Stoksa und Jasmin Siemon mit.