Strassenbauprogramm 2021: Bei den Radrouten soll es vorwärts gehen

Der Regierungsrat beantragt dem Landrat, dem Strassenbauprogramm 2021 und einem Kredit von 450 000 Franken für den Ausbau und ordentlichen Unterhalt der Radrouten Linthal–Bilten und Niederurnen–Mühlehorn zuzustimmen. Zudem wird über verschiedene Massnahmen im öffentlichen Verkehr informiert.



Strassenbauprogramm 2021

Der Regierungsrat schlägt dem Landrat für 2021 folgendes Strassenbauprogramm vor:

•    Linthbrücke Mitlödi; 1 700 000 Franken 
•    Sanierung «Blinddarm» Mühlehorn; 600 000 Franken 
•    Sanierung Sernftalstrasse Schwanden, Abschnitt Föhnen–Au; 1 100 000 Franken 
•    Sanierung Hauptstrasse Luchsingen; 100 000 Franken 
•    Sanierung Nebenstrasse Haslen–Hätzingen, 3. Etappe; 350 000 Franken 
•    Sanierung und Ausbau Strasse Tiefenwinkel, Mühlehorn; 750 000 Franken 
•    Sanierung Lerchenstrasse Netstal–Riedern; 850 000 Franken 
•    Sanierung Soolerstrasse Ennetlinth, Mitlödi; 750'000 Franken 
•    Sanierung Stützmauer Soolsteg und Wartstalden, Sernftalstrasse; 300 000 Franken 
•    Sanierung Klöntalerstrasse; Abschnitt Büttenenebene; 500 000 Franken 
•    Sanierung Stützmauer «i de Berge»; Pragelstrasse; 100 000 Franken 
•    Sanierung Lehnenkonstruktion Beglingen; Kerenzerbergstrasse; 500 000 Franken 
•    Umfahrungsstrassen; 30 000 Franken 
•    Stichstrasse Näfels–Mollis; 6 000 000 Franken 
•    Querspange Netstal; 850'000 Franken 
•    Ausbau Netstalerstrasse; 300 000 Franken 
Unterhalt Kantonsstrassen

Unterhaltsarbeiten
Für bauliche Unterhaltsarbeiten an Kantonsstrassen und Verkehrswegen sind im Budget 2021 insgesamt 950 000 Franken veranschlagt. Davon entfallen für den betrieblichen Unterhalt (Strassenreinigung, Markierung, Signalisation usw.) 600 000 Franken. Für die Sicherheitsholzerei entlang der Kantonsstrassen sind 200 000 Franken budgetiert.

Belagserneuerungen
Kleinere Belagssanierungen wie der Ersatz der Verschleissschicht (Deckbelag) werden in der Erfolgsrechnung budgetiert. Grössere Sanierungen wie der Ersatz der Trag- oder Binderschichten werden in der Investitionsrechnung veranschlagt. Für die Sanierung von Winterschäden und Sofortmassnahmen sowie für die Planung der Projekte der Folgejahre sind je 100 000 Franken veranschlagt.

Nationalstrassen und Abwassergebühren
Für die Leistungen «Nationalstrassengebiet» ist im Budget 2021 eine Million Franken eingestellt. 

Lärmsanierungen
Für Lärmsanierungen sind gesamthaft 300 000 Franken im Budget 2021 eingestellt. Vom Bund werden Beiträge von 30 000 Franken erwartet. In Niederurnen, Näfels und Glarus werden die angefangenen Fenstersanierungsarbeiten weitergeführt. In Schwanden, Mitlödi, Nidfurn und Leuggelbach werden Fenstersanierungen vorgenommen und in Luchsingen und Hätzingen werden Ausführungsprojekte genehmigt.

Radrouten
Die Projektleitungsstelle kantonales Radroutennetz konnte besetzt werden. 2021 sind folgende Massnahmen geplant:
•    Projektierung Steinschlagschutz Radweg Gäsi (80 000 Fr.)
•    Lokale Verbesserungsmassnahme (130 000 Fr.)
•    Erstellen Radroutenkonzept (50 000 Fr.)
•    Planung Projekte (150 000 Fr.)
•    Unterhaltsmassnahmen durch Werkhof Biäsche (30 000 Fr.)
•    Verkehrsmessungen (10 000 Fr.)

Öffentlicher Verkehr

Pandemie-Auswirkungen noch nicht bezifferbar
Die finanziellen Folgen der Coronavirus-Pandemie für den öffentlichen Verkehr im Kanton Glarus sind noch nicht bekannt. Es ist mit steigenden Abgeltungen zu rechnen. Der Bundesrat hat ein Massnahmenpaket zur Unterstützung des öffentlichen Verkehrs geschnürt, welches aktuell im Bundesparlament beraten wird.

Busausschreibung
Sollte bezüglich der gerichtlich angefochtenen Busausschreibung bis Ende 2020 kein rechtsgültiger Entscheid vorliegen, müssen für die Bestellperiode 2022/2023 die Konzessionen wiederum mit den bisherigen Konzessionären verlängert werden.

Betreiberwechsel S6
Die S6 Rapperswil–Schwanden wird ab Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2020 von der Schweizerischen Südostbahn (SOB) betrieben, welche gleichzeitig die Konzessionen für diese Linie sowie für den Bahnersatzbus Schwanden–Linthal von der SBB übernimmt. Zum Einsatz kommen vierteilige Flirt-Züge der Firma Stadler Rail mit durchgehendem Tiefeinstieg. 

Behindertengleichstellungsgesetz
Das Behindertengleichstellungsgesetz von 2003 gibt vor, dass nach einer Übergangszeit von 20 Jahren der gesamte öffentliche Verkehr für alle barrierefrei und autonom zugänglich sein muss. Für die behindertengerechte Ausgestaltung der Bushaltestellen sind in der Schweiz die jeweiligen Strasseneigentümer zuständig. Im Kanton Glarus liegen 82 Haltestellen auf der Kantonsstrasse, 42 Haltestellen auf Gemeindestrassen sowie 15 Haltestellen auf Grundstücken Dritter. Die Anpassung der Kantonshaltestellen an die neuen Normen erfolgt aus Kosten- und Ressourcengründen möglichst zeitgleich mit den zu sanierenden Strassenabschnitten. 2021 werden die Haltestelle Au an der Sernftalstrasse in Schwanden und die Haltestelle Lerchen in Riedern zusammen mit der Strassensanierung ausgebaut.