Stromausfall für nächstes Jahr geplant

Anlässlich des Jahresrapports des Kantonalen Führungsstabs erläutere Hans Guggisberger die Sicherheitsverbundsprüfung 2014. Im Zentrum dabei ein landesweiter Stromausfall. Meteorologe Felix Blumer gab dagegen neue Einblicke in den Klimawandel.



Stromausfall für nächstes Jahr geplant

Kein Licht, kein warmes Wasser und keine Heizung. Für viele Menschen wären dies wohl die wichtigsten Folgen eines Stromausfalls. Was aber, wenn es den ganzen Kanton, ja die ganze Schweiz betrifft? Und dies nicht nur für ein paar Stunden, sondern für eine ganze Woche? Dies wird das Szenario sein für die Sicherheitsverbundsübung 2014. «Vom Strom hängt einfach alles ab, Kommunikation, Verkehr und vieles mehr», verriet Hans Guggisberg, Chef Stabsschulung des BABS, am Jahresrapport des Kantonalen Führungsstabes. Auch die betroffenen Stellen und Personen im Kanton Glarus werden an dieser Übung teilnehmen, erklärte Mathias Vögeli. Zuvor blickte der Stabschef des Kantonalen Führungsstabes auf das vergangene Jahr zurück. «Zum Glück wurden wir von Ereignissen in diesem Jahr weitgehend verschont.» Nichtsdestotrotz wurde auch 2013 fleissig für den Fall einer Notlage geübt.

Mit Temperaturen und Niederschlägen beschäftigte sich auch Dr. Felix Blumer, SRF Meteo. Dabei zeigte er auf, dass der fortschreitende Klimawandel neben den offensichtlichen negativen Auswirkungen auch für gewisse Seiten positive Folgen haben kann. So ermöglicht der eisfreie NordArtikelpol plötzlich neue Schifffahrtswege, für die Wirtschaft oder auch ganz konkret für Russland, welche so ihre Flotten am Rande des eigenen Staatsgebietes zusammenführen könnte. «Da der Nordpol keine Landmasse hat, steigt dabei der Meeresspiegel nicht an.» Welche Auswirkungen der Klimawandel für die Schweiz haben könnte, sei momentan schwierig abzuschätzen. «Viele kleine Ereignisse, können grosse Ursachen, vor allem auf die Statistiken haben.» Für Blumer ist jedoch gewiss, dass der Planet den Klimawandel sicher überstehen wird. «Der hat schon anderes hinter sich. Die Frage ist, ob es die Menschheit auch kann.»