Didier Cuche, Ende Oktober bereits Gewinner des Riesenslaloms von Sölden, war auch in Kanada nicht zu schlagen. 44 Hundertstel vor dem Italiener Werner Heel errang Cuche Weltcupsieg Nummer 11, den vierten in einer Abfahrt.
Super Leistung der Glarner
Während Patrick Küng mit seinem ausgezeichneten Resultat in einem Europacup-Rennen bereits Zeugnis seiner guten Form ablegte waren die Voraussetzungen für Tobias Grünenfelder etwas unsicherer. Nach seiner Daumenverletzung, die ihn in seinem Saisonaufbau leicht zurückwarf, rätselte man doch ein wenig über seinen Formstand. Im ersten Rennen dieser Saison gab er aber die richtige Antwort. Mit Startnummer 41 fuhr er mit einem minimen Rückstand von lediglich 1.02 Sekunden auf den ausgezeichneten neunten Schlussrang. Er erreichte damit wieder einmal eine Klassierung in den Top ten. Eine ebenso sensationelle Leistung zeigte der zweite Glarner, Patrick Küng. Er ging mit der Starnummer 43 ins Rennen, also unmittelbar nach Tobias, und fuhr auf den hervorragenden elften Platz. Sein Rückstand auf den Sieger Cuche betrug am Schluss 1.09 Sekunden. Generell waren die Zeitabstände ab dem sechsten Platz äusserst knapp. Wie das erste Abfahrtsrennen zeigte, befinden sich die beiden Glarner Rennläufer in einer ausgezeichneten Form. Hoffentlich dürfen wir bis zu den Olympischen Spielen noch öfters über so gute Resultate berichten.
Mit mehr als einem Fahrer waren die Schweizer letztmals vor 14 Jahren auf dem Podest einer Weltcup-Abfahrt vertreten. Das allein sagt schon viel über das aussergewöhnliche Ergebnis, das ausgerechnet in Lake Louise zustande kam, wo sich die Schweizer so lange Jahre immer schwer taten.
Schlussklassement:
1. Cuche 1:50,31. 2. Heel (It) 0,44 zurück. 3. Janka 0,62. 4. Walchhofer (Ö) 0,67. 5. Hoffmann 0,76. 6. John Kucera (Ka) 0,81. 7. Patrik Järbyn (Sd) 0,94. 8. Robbie Dixon (Ka) 0,99. 9. Grünenfelder 1,02. 10. Hans Olsson (Sd) 1,03. 11. Küng 1,09. 12. Andrew Weibrecht (USA) 1,10. 13. Adrien Théaux (Fr) 1,18. 14. Klaus Kröll (Ö) 1,19. 15. Romed Baumann (Ö) 1,22. 16. Défago (Sz) und Manuel Osborne-Paradis (Ka) 1,26. 18. Ivica Kostelic (Kro) 1,31. 19. Beat Feuz (Sz) 1,39. 20. Patrick Staudacher (It) 1,52





