«Seit dem letzten August und dem erfolgreichen ESAF weiss die ganze Schweiz, wie gut das Glarnerland Anlässe organisieren kann», meinte Partiepräsident Marcel Dettling zum Auftakt der Delegiertenversammlung der SVP Schweiz am letzten Samstag in der lintharena in Näfels. «Und auch wir wurden bisher überhaupt nicht enttäuscht.»
Silvesterkrawalle, Asyl-Chaos, sinkendes Bildungsniveau, politische Eliten, die unsere Neutralität und Souveränität aushöhlen wollen: «Die Schweiz ist am Verlottern», mit diesem Befund eröffnete er die Versammlung auch mit Blick auf die Gesamterneuerungswahlen auf Bundesebene im kommenden Jahr. «Für den Kanton Glarus steht das Superwahljahr bereits jetzt an», erklärte Adrian Hager Vizepräsident der SVP des Kantons Glarus. Breits im März finden die Wahlen für den Regierungsrat und Gemeinderat statt und im Juni wird der Landrat neu besetzt. Während beim ersten Termin die SVP ihre Sitze – unter anderem des Gemeindepräsidenten von Glarus Nord Fridolin Staub – verteidigen wollen, sieht Hager im Landrat durchaus die Möglichkeit, einen oder zwei Sitze zusätzlich zu gewinnen.
SVP präsentiert neues Bildungspapier
Die Schweizer Volksschule ist in der Krise. Jeder vierte Schulabgänger in der Schweiz kann nicht richtig Lesen oder einfache Texte verstehen. Grundlegende Kompetenzen auch beim Rechnen sind nicht mehr vorhanden.
Die Analyse ist alarmierend, fasste Nationalrat Benjamin Fischer die aktuelle Situation zusammen. Vier Bildungspraktiker referierten zu akuten Problemfeldern der Volksschule: Thomas Berset (Lehrer) über die zunehmende Gewalt an Schulen. Klaus Rüdiger (SVP-Bildungsrat SG) über die massive Zunahme fremdsprachiger Schüler. Rico Vontobel (Sekundarschullehrer) über gescheiterte Bildungsreformen und Philippe Jobin (Ausbildungsberater) über die Sorgen der Berufsbildung. Den Abschluss machte der bekannte Psychologe und Experte für Jugendgewalt, Allan Guggenbühl. Er zeigte die Grenzen der Multi-Kulti-Gesellschaft auf: «Ein zu hoher Ausländeranteil überfordert die Schulen.» Man müsse Subkulturen verhindern und sich wieder auf Schweizer Werte besinnen. «Die Schule sollte kein ideologisches Tummelfeld sein, sondern sich auf ihre Kernaufgabe konzentrieren.» Eine breit angelegte Arbeitsgruppe der SVP Schweiz hat ein neues Bildungspapier vorgelegt: «Mit Kopf, Herz und Hand: Wege aus der Krise in der Volksschule».
Bürokratisch, ungerecht und teuer
Die SVP-Delegierten fassten zudem die Abstimmungsparole zu zwei Vorlagen. Sie beschlossen mit 370 Ja- zu 10 Nein-Stimmen bei 3 Enthaltungen die Ja-Parole zur SRG-Initiative «200 Franken sind genug!» Ebenso deutlich lehnten sie das Bundesgesetz über die Individualbesteuerung ab: mit 321 Nein- zu 20 Ja-Stimmen bei 1 Enthaltung.

































