SVP unterstützt die Käsereien und würde eine massvolle Steuererhöhung akzeptieren

Die SVP Glarus Nord hat anlässlich der Mitgliederversammlung im «Freihof» Näfels über die Traktanden der kommenden Gemeindeversammlung beraten. In den meisten Punkten folgten die zahlreichen Parteimitglieder den Empfehlungen seitens des Gemeinderates und des Gemeindeparlamentes.



SVP unterstützt die Käsereien.
SVP unterstützt die Käsereien.

Die Versammlung wurde fachkundig von Gemeinderat Ruedi Menzi und Fraktionspräsident Adrian Hager über die Fakten zu den Vorlagen in Kenntnis gesetzt. Die Argumente der informierenden Mandatsträger waren auch bei umstrittenen Themen der Grund für eine schlussendlich deutliche Unterstützung der Vorlagen.

Eine klar abweichende Haltung nahmen die Anwesenden jedoch bei der geplanten deutlichen Steuererhöhung ein. Die Partei liess sich von Tschudis Votum überzeugen. Die von Gemeinderat und Parlament vorgeschlagene Steuererhöhung von 5 Prozent wird abgelehnt und an der Gemeindeversammlung mit einem Gegenvorschlag von einer Erhöhung von lediglich 3 Prozent bekämpft. Verschiedene Gründe wurden vom Parteipräsidenten als Gründe für die moderatere Steuererhöhung erwähnt. So sei es ein komisches Signal innerhalb des Kantons, dass die mit den besten Rahmenbedingungen ausgestattete Gemeinde im Kanton die Steuern am deutlichsten erhöhe. Auch der Zeitpunkt wird infrage gestellt. Grundsätzlich muss die Rechnung über kurz oder lang ausgeglichen sein. Der Kanton hat im September eine Effizienzanalyse in Auftrag gegeben, welche die Schnittstellen zwischen Kanton und Gemeinden analysieren soll. Diese soll abgewartet werden. Ebenfalls missfiel es den Anwesenden, dass die Bevölkerung weiterhin nur unzureichend über die bereits erfolgten Kostensparmassnahmen informiert wird. Mit diesem Kompromiss will die SVP den Druck für weitere Effizienzgewinne hoch halten, jedoch auch Hand bieten, um die Rechnung in absehbarer Zeit ins Lot zu bringen.

Mit Genugtuung nahm Gemeinderat Ruedi Menzi zur Kenntnis, dass die Versammlung seinem Kreditbegehren über 2 429 350 Franken positiv gestimmt war. Die höhere Wertschöpfung und eine effizientere Betriebswirtschaftlichkeit waren bestechende Argumente, die für den Ausbau von drei bestehenden Alpgebäuden zu Käsereien im Oberseetal sprachen. Der Umstand, dass die Gemeinde bei jeder vorliegenden Variante lediglich einen Maximalbetrag von rund 700 000 Franken zu tragen hat, war ein weiterer Grund für die deutliche Zustimmung. Die Investition darf als Beitrag für eine zukünftig weiterhin intakte Alpwirtschaft angesehen werden, die unserer unverwechselbare Bergwelt Sorge trägt und den Bewirtschaftern der Alpen die nötigen Grundlagen gibt, um dieser Arbeit auch die nächsten Jahre nachgehen zu können.