Synode ist zustimmungsfreudig

Personelles, Informelles und Finanzielles behandelte die Frühlings-Synode der Reformierten Landeskirche am Donnerstagnachmittag in Glarus. Das Kirchenparlament hiess alle Geschäfte unverändert gut.




Letztmals leitete Hans Thomann die Synode im Rathaus Glarus. Er wird sich im Herbst nicht mehr zur Wiederwahl stellen. «Ich fühlte mich wohl und bestens aufgenommen», sagte er in seiner Begrüssungsrede. Regierungsrätin Marianne Lienhard, Vizepräsidentin der Synode, dankte ihm herzlich für die «sehr fachkundige und effiziente Führung in den acht Jahren». Für die Nachfolge vorgesehen ist Andreas Hefti aus Glarus.

Ebenfalls nicht mehr zur Wahl antreten werden an der Herbst-Synode die Kirchenratsmitglieder Rosmarie Figi, Peter Hofmann und Andrea Trümpy. So werden am 15. November gleich drei Sitze im kantonalen Kirchenrat zu besetzen sein.

Ihr Gelübde legten der neue Regierungsrat Kaspar Becker und Cornelia Deuber, Kirchgemeindepräsidentin aus Ennenda, ab. Bestätigt wurden Pfarrer Christoph Schneider als Dekan und Pfarrerin Dagmar Doll als Vizedekanin. Der bisherige Dekan Hans-Walter Hoppensack tritt nach über 34-jähriger Pfarrtätigkeit in Schwanden Ende Juni in den Ruhestand.

Generationenkirche am Wendepunkt

Pfarrer Ulrich Knoepfel, kantonaler Kirchenratspräsident, informierte über die Generationenkirche, die nach fünf Jahren Projektarbeit am Wendepunkt stehe: Sie werde in einen fortdauernden Prozess überführt. «Langsam wird sie zur angestrebten inneren Haltung», so der Präsident. Für den weiteren Prozess solle auch der geistliche Aspekt stärker zum Tragen kommen: «Ist Kirche drin, wo Kirche draufsteht?» Die Synode nahm dazu zwölf «Leitsätze der Glarner Kirche» zur Kenntnis.

Detailliert stellte Sekretär Markus Beerli die neue Website der Reformierten Landeskirche als «Plattform für die Glarner Kirche» vor (www.ref-gl.ch). Die Kirchgemeinden können sich direkt einbringen. «Es ist eine neue Art der Zusammenarbeit», sagte der Sekretär.

Pfarrausbildung neu geregelt

Die Sachgeschäfte gingen unverändert über die Bühne. Das Kirchenparlament hiess die Rechenschaftsberichte und die Jahresrechnung 2017 gut. Quästorin Rosmarie Figi konnte bei einem Aufwand von 1,23 Mio. Franken und einem Ertrag von 1,26 Mio. einen Vorschlag von knapp 35 ‘000 Franken präsentieren.

Zugestimmt wurde der Teilrevision der Konkordatsstatuten. Diese bildet laut Pfarrer Sebastian Doll den Abschluss eines längeren Reformprozesses für die Pfarrausbildung. Damit sind nun auch der Quereinsteiger-Studiengang und der Informationsaustausch zwischen den Landeskirchen geregelt

Mit den veränderten Mitgliederzahlen geht eine neue Sitzverteilung der Synode für die Amtsdauer 2018–2022 einher. Kerenzen verliert einen Sitz, Mitlödi gewinnt einen dazu. Die Synodalen nahmen davon Kenntnis, ebenso vom Finanzausgleich 2019. Die Kirchgemeinden Kerenzen, Matt-Engi und Elm bekommen einen Beitrag, Grosstal einen Zuschlag für Braunwald.

Stillschweigend genehmigt wurde ein Beitrag von maximal 79 800 Franken für die Sanierung des Kirchturms Mollis aus dem Baufonds. Die Totalkosten betragen 450 000 Franken.

Schliesslich bewilligte das Kirchenparlament 80 bis 100 Stellenprozente für das Sekretariat (bisher 80). Für die Nachfolge von Markus Beerli im nächsten Jahr sei eine gewisse Flexibilität erwünscht, sagte Pfarrer Ulrich Knoepfel dazu.