Synode sagt Ja zum Kirchentag 2020

Die Herbst-Synode der Reformierten Landeskirche stand im Zeichen der Finanzen. Gutgeheissen wurde neben dem Budget 2018 ein erster Kredit für den geplanten Kirchentag 2020.




Am 7. Juni 2020 soll es im Glarnerland ein fröhliches Fest für Gross und Klein geben. Die Evangelisch-Reformierte Landeskirche will dann einen Kirchentag mit Gottesdienst, Vorträgen, Workshops, Konzerten und Events für Einzelpersonen und Familien durchführen und so die Vielfalt des kirchlichen Lebens aufzeigen. «Die katholische Kirche sowie die protestantischen Freikirchen sollen zur Mitbeteiligung eingeladen werden, sodass der Anlass in ökumenischer Gemeinschaft stattfinden kann», sagte Andrea Trümpy, Vizepräsidentin des kantonalen Kirchenrates, an der Synode vom Donnerstag in Glarus. Ein Kurzfilm zeigte beispielhaft den bunten Kirchentag 2015 der Schwyzer Kirche. Das Glarner Kirchenparlament nahm in zustimmendem Sinn Kenntnis und genehmigte einen Kredit von 5000 Franken für erste Vorbereitungsarbeiten.

Gutgeheissen wurde ebenfalls das von Quästorin Rosmarie Figi vorgelegte Budget 2018. Es rechnet bei Einnahmen von 1,140 Millionen Franken und Ausgaben von 1,145 Millionen mit einem Verlust von 5400 Franken. Der für den Finanzausgleich der Kirchgemeinden zweckgebundene Steuersatz wurde auf 0,2 Prozent reduziert. Gesamthaft ergibt sich damit ein Steuerfuss von 1,8 Prozent (Vorjahr: 1,9 Prozent).

Mitgliederschwund zeigt Folgen

«Eher mit Murren», wie Synodepräsident Hans Thomann feststellte, nahm die Synode Kenntnis von den neuen, minimalen Pfarrstellenprozenten in den Kirchgemeinden und Pfarrunionen. Mit Ausnahme von Elm gab es durchwegs tiefere Prozentzahlen, weil der Kirche weniger Mitglieder angehören. «Wir haben in den vergangenen vier Jahren knapp 1000 Mitglieder verloren. Das ist eine erschreckende Zahl», sagte Kirchenratspräsident Ulrich Knoepfel. Die Kirchgemeinden sind allerdings frei, die minimalen Stellenprozente zu erhöhen – sofern dies ihre Finanzen erlauben.

Gutgeheissen wurden weiter die Verordnung über den Umfang und die Finanzierung der regionalen Dienste und ständigen Aufträge der Landeskirche sowie die Liste der Kollekten und Sammlungen 2018.

Ihr Gelübde legten die neue Pfarrerin von Kerenzen, Annemarie Pfiffner, und Peter Ferndriger aus Glarus ab.

Ulrich Knoepfel erinnerte an das «sehr feierliche» Reformationsjahr 2017, welches mit vielen Anlässen in der ganzen Schweiz begangen worden ist. «Das Bewusstsein des gemeinsamen Kirche seins ist erheblich gestärkt worden», so der kantonale Kirchenratspräsident. Dass der Vatikan Martin Luther zum 500. Jahrestag des Reformationsbeginns mit einer Ein-Euro-Briefmarke würdigt, bezeichnete er als Sensation: «Da ist tatsächlich etwas passiert.» Die Briefmarke, die im Landratssaal zu sehen war, zeigt das Bild über dem Thesenportal der Wittenberger Schlosskirche, wo Luther links vom Kreuz mit der deutschen Bibel kauert.

Leuchttürme brachten farbiges Licht ins Kirchenjahr

Hans Thomann ging in seiner Eröffnungsrede auf die Leuchttürme von Generationenkirche live im vergangenen Kirchenjahr ein: «Sie strahlten hell ins Land.» Die Veranstaltungen hätten gezeigt, «wo man stark ist und in der Lage, mit Wissen und Erfahrung den Menschen Wegweiser und Orientierungshilfe und vor allem Raum für Gemeinschaft zu bieten».

Mit einer Schweigeminute gedachte das Kirchenparlament dem im Juli verstorbenen Medienbeauftragten Peter Meier aus Männedorf. Auch der ehemaligen Synodalen Marie Rhyner aus Elm wurde ehrend gedacht.

Begonnen hatte die Synode mit einem Gottesdienst in der Stadtkirche Glarus, gestaltet von Pfarrer Matthias Peters aus Niederurnen.