Systemwechsel in der Wiederverwertung biogener Abfälle per 1. Januar 2017

Ab dem 1. Januar 2017 können die Haushaltungen der Gemeinde nicht nur Grüngut, sondern auch Küchen- und Rüstabfälle zur Wiederverwertung der Sammeltour anvertrauen. Die Finanzierung dieses Angebots erfolgt weiterhin über die Reyclinggrundgebühr, welche unverändert 100 Franken beträgt.




Die Rüst- und Küchenabfälle der Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinde Glarus können ab nächstem Jahr auf einem neuen Weg umweltgerecht entsorgt werden. Dies als Resultat von zwei Anträgen der Grünen zur Ergänzung der Abfallverordnung, welche seit Mitte letzten Jahres vom Gemeinderat in Zusammenarbeit mit den Antragstellern intensiv bearbeitet wurden.

Mit dem Systemwechsel per 1.1.2017 wird eine deutliche Verbesserung im Entsorgungssystem ermöglicht. Regula N. Keller, Co-Präsidentin der Grünen Glarus, weiss: «Bisher mussten organische Küchenabfälle in den Werkhöfen entsorgt werden, wenn sie nicht einfach in der KVA landen sollten. Dank der Revision der eidgenössischen Vorschriften und der intensiven Bearbeitung unseres Anliegens seitens Gemeinde kann nun die Entsorgung in den bekannten, bisher nur für Grüngut nutzbaren, Containern erfolgen. Und dieses Angebot besteht nicht nur für Rüst-, sondern für sämtliche Küchenabfälle. Das freut uns sehr und stellt aus unserer Optik eine erhebliche Erleichterung für die Einwohnerinnen und Einwohner von Glarus dar.» Alle so gesammelten Küchenabfälle werden in einer Biogasanlage der Wiederverwertung zugeführt, statt dass sie in der KVA einfach verbrennen – ein Gewinn für die Umwelt. Zusätzlich lässt es sich damit auch bei den gebührenpflichtigen Kehrichtsäcken sparen.

Allen Vorteilen des Systemwechsels zum Trotz: Wer vom neuen Angebot Gebrauch machen will, muss Zugang zu einem genormten grünen Sammelcontainer haben. «Sprechen Sie mit Ihren Nachbarn, ob die Mitbenutzung eines Sammelcontainers infrrage kommt oder man einen solchen gemeinsam anschaffen könnte. Bei Mietverhältnissen sollte mit der Verwaltung über eine mögliche Anschaffung gesprochen werden», empfiehlt Regula Keller. Rüst- und Küchenabfälle in kleinen Mengen können weiterhin gratis in den Sammelstellen entsorgt werden. Die Gemeinde rüstet hierfür alle ihre Werkhöfe mit den grünen Containern auf. Die beste Wiederverwertung der organischen Abfälle ist jedoch weiterhin das Kompostieren – wer diese Möglichkeit hat, sollte sie unbedingt nutzen.

Der Wechsel in der Entsorgung biogener Abfälle hatte die Auflösung der bisherigen Dienstaufträge zur Folge. Per Submissionsverfahren wurde die KETRAG AG als Partnerin für die Sammlung und Verwertung biogener Abfälle akquiriert. Der Gemeinderat hat sich darüber hinaus dafür ausgesprochen, die Verrechnung der neu gemischten Sammlung und Verwertung von Grüngut, Küchen- und Rüstabfällen nach wie vor über die Recyclinggrundgebühr abzuwickeln. Auf eine Erhöhung dieser Gebühr hat er verzichtet – sie beläuft sich auch weiterhin auf pauschal 100 Franken pro Haushalt.

Sämtlichen Haushaltungen im Gemeindegebiet Glarus wird am 22. Dezember die neuen Recyclingkalender 2017 zugestellt worden. Die Bevölkerung wird gebeten, diese Informationen bezüglich Systemwechsel in der Abfuhr von Bio-Abfällen genau zu studieren und sich bei Fragen bei der Gemeinde zu melden.