Tag der offenen Schulhaustür in Luchsingen

Der Verein Talföhn hat am Samstag die Bevölkerung in das ehemalige Realschulhaus in Luchsingen eingeladen. Wie genau das Gebäude in ein Kulturhaus umfunktioniert wird, wurde im neuen Nutzungskonzept vorgestellt.




«Ich, du, er, sie, wir alle sind Generationen und bewegen uns darin.» Von diesem zentralen Gedanken geleitet, haben Esther Kessler und Priska Hösli in den letzten Monaten an einem tragfähigen Konzept für ein Kulturhaus gearbeitet. Unterstützt wurden sie dabei durch Fachbegleitungen verschiedener Institutionen, die vor allem bei der Ausarbeitung und Planung des Projekts hilfreich zur Seite standen. Der Austausch untereinander und der Blick von aussen seien wertvoll gewesen, meint Hösli. Ziel sei es, mit dem ehemaligen Schulhaus eine Anlaufstelle zu bieten für kulturelle Anlässe, die alle Generationen und alle Kulturen anspricht. Zudem möchten sie einen aktiven Beitrag zur Förderung des Taltourismus leisten.

Bistro und Kleinbühne als wichtigste Säulen


Im Wesentlichen stützt sich das Projekt auf fünf Säulen: ein Bistro mit eigener Küche, ein Lädeli, diverse Aktivitäten und Spiel- und Bastelmöglichkeiten. Das Konzept ist bunt und vielfältig wie ein Kaleidoskop. Vorschläge und Bedürfnisse aus der Bevölkerung sind daher massgeblich ein Teil des Konzeptes und bekommen nun eine Entfaltungsmöglichkeit. Wie das konkret aussehen kann, wurde den Besuchern im Dachstock des Schulhauses schon einmal eindrücklich demonstriert. Zwei junge Musikerinnen der Glarner Musikschule sangen und spielten moderne Songs und ernteten viel Beifall. Das spezielle Ambiente bietet hierzu den idealen Rahmen.

Besetzung der Räume


Zwei Räume sind bereits mit einem Fusspflegestudio und einem Floristik-Atelier belegt und bringen Leben in das Schulhaus. Andere grosszügige Räumlichkeiten stehen noch leer und können temporär oder auch längerfristig für Ausstellungen oder Ateliers angemietet werden. Das Kernstück soll aber das Generationenbistro nebst einem Lädeli werden, in dem regionale Produkte angeboten und bestellt werden können. Aber auch die Bistroküche ist für private Anlässe und Veranstaltungen anmietbar. Damit der Betrieb schnell anlaufen kann, braucht es noch Sponsoren für die Einrichtung der Geräte. Ein weiteres Ziel sei eine Werkstatt, in der man alte Glarner Tradition wie den Modeldruck wieder aufleben lasse, erklärt Kessler. Bei allen Aktivitäten stehe aber immer im Vordergrund, dass die Interessen aus der Bevölkerung kommen und alle Generationen berücksichtigt werden. Ein Konzept, von dem Glarus Süd nur profitieren kann.