Tagesfamilien Glarnerland – Aktivitäten

Unter der Bezeichnung «Tagesfamilien Glarnerland» sind viele Personen eher im Hintergrund tätig. In der Öffentlichkeit ist die wertvolle und sinnbringende Arbeit kaum bekannt. Erfreulicherweise wird das Betreuungsangebot von der Glarner Gemeinnützigen, dem Kanton Glarus und den Gemeinde Glarus Süd und Glarus in verständnisvoller, willkommener Art finanziell mitgetragen.



Tagesfamilien Glarnerland – Aktivitäten (zvg)
Tagesfamilien Glarnerland – Aktivitäten (zvg)

Die Betreuungszahlen haben sich positiv entwickelt. Auf beinahe 110 Betreuungsverhältnisse wird im unlängst erschienenen Bericht des vergangenen Jahres hingewiesen. Mitgetragen wird die Arbeit von vielen Seiten, in erster Linie von Familien, Tageseltern, Partnern und Unterstützenden.
Den Vorstand präsidiert Melanie Kistler, sie ist auch für Personelles und den Weiterbildungsbereich zuständig. Vizepräsidentin und fürs Finanzielle verantwortlich ist Marie-Hélène Stäger, die Tageseltern-Vertretung ist in der Verantwortlichkeit von Brigitte Speich, jene der Eltern-Vertretung von Veronica Eberle. Für die Vermittlung ist Petra Jenny zuständig, die Geschäftsstelle führt Tamara Schuler.

Den Verantwortlichen ist es gelungen, Angebot und Verein in der Öffentlichkeit umfassender als bisher bekannt zu machen. Das war im vergangenen Jahresablauf zuerst mal mit der Fasnacht, Tageskindern, Tageseltern und anderen Personen am stadtglarnerischen Umzug der Fall. An der Landsgemeinde war man an einem Essens-, Spiel- und Informationsstand präsent. Vorgestellt hat man sich zudem mit Verschiedenem am Weihnachtsmarkt in Niederurnen. Und anlässlich der Orange Days befasste man sich in eher kleinem Kreise mit den Themen Häusliche Gewalt und Femizid.

Viele sind seit Jahren ohne Unterbruch und enorm verantwortungsbewusst für den Verein tätig, so beispielsweise die Vermittlerin und pädagogische Leiterin Petra Jenny. Neue Personen und langjährig Betreuende heben Anstellungsbedingungen, Entlöhnung und den geringen administrativen Aufwand positiv hervor.

Ein verständliches Anliegen ist die finanzielle Sicherstellung. Nicht alle gewichten die Tätigkeiten im erhofften Umfang. Die Kommunikation mit Verhandlungspartnern ist zuweilen recht fordernd. Im Landrat ist eine Eingabe pendent, welche die finanzielle Situation aller familienergänzenden Betreuungsorganisationen verbessern soll. Den Unterstützenden wird mit grosser Anerkennung gedankt.

Tamara Schuler, Geschäftsstelle, erwähnt in ihrem Berichtteil die willkommene finanzielle Unterstützung. Sie weist aber auch auf den Verlust in der Jahresrechnung hin, der zur Hauptsache mit der Nichtbezahlung von Elternbeiträgen und der Ablehnung der Leistungsvereinbarung durch die Gemeinde Glarus Nord begründet wird.

Mittels Statistik wird beispielsweise auf Betreuungsstunden in den drei Gemeinden unseres Kantons hingewiesen, für Glarus Nord sind das knapp 18.740, für Glarus Mitte 15.240 und für Glarus Süd 6.420. In Glarus Nord wurden 54 Kinder (17 Kleinkinder, 37 Schulpflichtige), in Glarus Mitte knapp 30, davon 19 Kleinkinder und in Glarus Süd total 26 Kinder (davon 6 Kleinkinder) betreut.

Der Blick ins Finanzielle zeigt, dass der Verlust Fr. 8370.– und das Eigenkapital Fr. 7730.– ausmachen. Der gesamte Aufwand macht gemäss Jahresrechnung knapp Fr. 503 625.– aus. Hauptsächlich sind es Entschädigungen für Betreuungen, ein Infrastrukturbeitrag, Elternrechnungen, die zu diesem Berichtteil gehören.

Es ist erfreulich, dass die Unterstützungen der Glarner Gemeinnützigen, der Ida und Rudolf Schrepfer –Lager-Stiftung, ein Kollektenertrag der Evangelisch Reformierten Kirchen unseres Kantons, das Katholische Pfarramt Glarus, Frauen für Frauen Glarus und die Raiffeisenbank Glarnerland zu diesem Ergebnis geführt haben.

Zur letzten Seite des Jahresberichts gehört unter anderem der Hinweis, dass für Mollis, Obstalden und Filzbach Betreuungspersonen gesucht werden. Subventionierte Betreuungsplätze stehen in allen drei Gemeinden zur Verfügung.
Unter www.tagesfsamilien-glarnerland.ch ist durchaus Wissenswertes nachzulesen.