Tell begeistert das Publikum

Strahlend standen die Schülerinnen und Schüler auf der Bühne und verbeugten sich vor dem zahlreich anwesenden Publikum. Nach einer intensiven Probenzeit ernteten sie nun ihren verdienten Applaus.



Tell begeistert das Publikum

Wer kennt sie nicht, die Geschichte vom Wilhelm Tell und seinem berühmten Apfelschuss. Während früher die Lehrpersonen den Kindern die Heldengeschichte im Klassenzimmer näherbrachten, durften die 5./6.-Klasskinder aus Oberurnen diese auf der Bühne nachspielen.

Bereits zu Beginn des Spiels spürte man die Not und Erschöpfung der einfachen Leute, gekennzeichnet mit einem Schweizerkreuz auf dem Bauch, sowie die Ungerechtigkeit, die über ihnen lastet. Unter der strengen Aufsicht österreichischer Besatzer, gekennzeichnet mit ihrem Wappen, mussten die Schweizer am Bau der Zwing-Uri arbeiten.

Für zusätzliche Spannung sorgte das tyrannische Auftreten des Landvogts Gessler. Sein Befehl, den aufgestellten Hut zu grüssen, war an Boshaftigkeit kaum zu überbieten. Tells Weigerung führte unwillkürlich zum Apfelschuss, dem Höhepunkt des Abends. Das Publikum verfolgte gespannt, wie der Meisterschütze seine Armbrust aufzog, um seinem Sohn Walter den Apfel vom Kopf zu schiessen. Dieser Schuss sass, wie auch der zweite, mit dem Tell seinen Widersacher tötete und dem Volk der Eidgenossen zur Freiheit verhalf.

Inmitten des sehr einfach gehaltenen, nur mit den nötigsten Requisiten versehenen Bühnenbildes verstanden es die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler, den Kern der Geschichte sichtbar zu machen: Der Wunsch nach Freiheit, die Kraft des Zusammenhalts und den Mut, für die Gerechtigkeit einzustehen.  

Mit viel Herzblut, Kreativität und Teamgeist probten die Jugendlichen der 5./6. Klasse D unter der Leitung von Salome Gallati während drei Monaten an diesem Theater. Gelungen ist ihnen eine beeindruckende Inszenierung, eine Aufführung, die nicht nur unterhielt, sondern gerade in unserer Zeit auch zum Nachdenken anregte.