«The Green Berets» im Glarnerland

Es waren zwar nicht die berühmten grünen Teufel aus dem Film «The Green Berets», die sich zum traditionellen Truppenempfang einfanden, sondern junge Kaderleute in den grünen Berets der Infanterie-Rekrutenschule 11, welche kurz vor dem Abschluss ihrer 21 Wochen dauernden Ausbildung sich zum traditionellen Truppenempfang der Glarner Offiziersgesellschaft einfanden.



Herzlich begrüsst wurden sie von Major Hans Jörg Riem, Präsident der Gesellschaft und Regierungsrat D. Andrea Bettiga. Während Regierungsrat Bettiga die kriegerischen Ereignisse unter General Suworow und die damalige Bedeutung von Elm erwähnte, erläuterte Major Riem Ziel und Zweck dieser Truppenempfänge. Man freue sich jedes Mal, Truppenangehörige der Schweizer Armee im Glarnerland begrüssen zu dürfen. Dieser Anlass solle Gelegenheit bieten, den Truppen unseren Kanton und seine Eigenheiten näher zu bringen, aber auch allfällige Sorgen und Nöte unserer militärischen Gäste zu erfahren.

Schieferabbau, Bergsturz, Martinsloch und General Suworow

Es macht einfach immer wieder Spass, mit dem Elmer Urgestein Anni Brühwiler durch ihr Dorf Elm geführt zu werden. Wie keine Zweite kennt sie Land und Leute und deren Geschichte. Nebst erstaunlich guten geologischen Kenntnissen im Zusammenhang mit dem Naturphänomen Martinsloch erzählt sie fesselnd und identisch die ganze Dramatik des Elmer Bergsturzes, so als hätte sie selbst dieses schreckliche Unglück miterlebt. Im Schiefermuseum legt sie sogar selbst Hand an zeigt den erstaunten Rekruten, wie mit einfachen Mitteln Schul-Schiefertafeln, Jass-Tafeln und weitere Schieferartikel hergestellt wurden. Auch General Suworow war ein Thema, bei welchem die Kaderangehörigen der Inf RS 11 aus verständlichen Gründen natürlich zuhörten wie die Schweine im Föhn. Suworow benutzte mit seinem 20‘000-Mann-Heer am 5./6. Oktober 1799 den Panixer-Pass als eigentlicher Fluchtweg. Vorher nahm er in einem Haus in Elm für eine Nacht Quartier. Beim Überqueren des Passes und beim dichten Schneetreiben stürzten damals unzählige erschöpfte Soldaten auf dem vereisten Saumpfad zu Tode, viele erfroren. Hunderte Lasttiere und das meiste Kriegsmaterial blieben auf der Strecke.

Zurück ins Zivilleben


Nach vierwöchiger, intensiver Ausbildung auf verschiedenen Arbeitsplätzen, unter anderem im Glarnerland, geht eine erfolgreiche Ausbildungszeit für rund 800 Rekruten der Infanterie-Rekrutenschule 11 am Freitag, 5. August, zu Ende. Sie alle konnten in den vergangenen 21 Wochen auf modernen Anlagen und Simulatoren eine interessante Ausbildung als Infanterist, Minenwerfer-Kanonier, Scharfschütze, Besatzersoldat, Betriebssoldat, Büroordonanz, Truppenbuchhalter und Truppenkoch erleben. Die bestens ausgebildeten jungen Soldaten wurden in der Zwischenzeit ihren Einheiten zugeteilt und können nun als einsatzbereite, bestens ausgebildete Armeeangehörige ins Zivilleben treten. Dazu wünschen wir allen einen Superstart!