Theater MiMe: Mord in der Waschküche!

Das Theater MiMe des Bildungsklubs Pro Infirmis Graubünden kommt dieses Jahr mit einer grauseligen Geschichte nach Glarus. «Mord in dr Wäschkuchi» heisst das Stück von Mike LaMarr. Von Jahr zu Jahr machen die Schauspieler und Schauspielerinnen sichtbare Fortschritte und glänzen durch ihren speziellen Witz und Charme.



Am Boden liegt die Leiche von Bruno Ruckstuhl – wer ist der Mörder? (Bild: zvg)
Am Boden liegt die Leiche von Bruno Ruckstuhl – wer ist der Mörder? (Bild: zvg)

Yvonne Spyrig erschrickt, als sie die Waschküche betritt. Vor ihr auf dem Boden liegt regungslos Bruno Ruckstuhl, der bei allen Hausbewohnern beliebte Mieter der Parterrewohnung. Kein Zweifel: Bruno Ruckstuhl ist tot. Der rasch herbeigerufene Urs Schär (Ortspolizist) und Franco Martini (Kriminalinspektor) nehmen ihre Arbeit auf.

Fazit: Mord! Aber wer ist der Täter?

Der Kreis der möglichen Täter ist bald einmal definiert. War Bruno Ruckstuhl doch nicht so beliebt? Es ist die Aufgabe von Franco Martini (Kriminalinspektor), nach Motiven zu suchen und Beweise zu finden. Wird am Schluss der Mord aufgedeckt, oder wird der Fall ungelöst bleiben?

Das Theater MiMe (Mit-Menschen) ist ein Theaterprojekt der Pro Infirmis Graubünden und existiert seit 2004. «Mord in dr Wäschkuchi» ist die neunte Produktion. Regie führt bereits zum dritten Mal der Schauspieler und Filmer Gian Rupf.

In den letzten Jahren hätten die MiMe-Spieler/-innen grosse Fortschritte gemacht, teilt Ursina Kipfmüller von der Pro Infirmis Chur mit. «Zum Teil setzen die Beteiligten Pointen mit traumwandlerischer Sicherheit um. Und: Sie freuen sich, wenn das Publikum mit ihnen lacht!» Dies habe die Gruppe dazu bewogen, sich der schwierigen Herausforderung zu stellen, eine Komödie zu spielen und einen richtigen Schwank aufzuführen.

Charmeoffensive des MiMe-Ensembles

Bisher wurden die Texte zusammen mit den Schauspielerinnen und Schauspielern entwickelt, wird im Beschrieb des Theaterprojektes weiter erwähnt. «Neu gilt nun, vorgegebene Texte auswendig zu lernen und Abläufe genau einzuhalten, was für alle Beteiligten eine Herausforderung ist. Nicht alle MiMe können lesen und sich gleich gut sprachlich ausdrücken.» So hat das Leitungsteam das Stück und die Rollen den Fähigkeiten der Schaupielerinnen und Schauspielern entsprechend angepasst. «Mord in dr Wäschkuchi» bekomme daher einen MiMe-eigenen Stempel aufgedrückt und die MiMe-Schauspielerinnen und Schauspieler würden ihren speziellen Witz und Charme dazu beisteuern! Für die Pro Infirmis Glarus, als Organisatorin des Anlasses, hat es Tradition, die Theatergrupppe aus Chur jährlich nach Glarus einzuladen. Wie Peter Grimm, Leiter des Bildungsklubs der Pro Infirmis Glarus, erwähnt, ist es ihnen ein Anliegen, Kultur – geschaffen von Menschen mit Behinderung – einer breiten Öffentlichkeit zu vermitteln! Das Theaterstück wird vom Kanton Glarus und der Gemeinde Glarus Mitte finanziell unterstützt.