Torreiches Cupspiel der Hurricanes

Am Sonntagabend fand in Schwanden das Cupspiel der Hurricanes statt. Die Herren 2 traten gegen die Widnau Flyers in der siebtletzten Runde an. Sie unterlagen dem Favoriten denkbar knapp mit 10:11 nach 60 Minuten Spannung pur.



Viele Tore; knappe Entscheidung: Die Hurricanes Glarnerland verabschieden sich aus dem Cup wegen einem Treffer Unterschied. (Bild: zvg)
Viele Tore; knappe Entscheidung: Die Hurricanes Glarnerland verabschieden sich aus dem Cup wegen einem Treffer Unterschied. (Bild: zvg)

Die Ausgangslage sprach nicht für das Kleinfeldteam der Glarner. Die Flyers spielen in der dritten Liga, während die Hurricanes erst vor Kurzem in die vierte Liga vorstiessen. Doch der Heimvorteil sprach eindeutig für die Glarner. Zahlreiche Fans und Vereinskollegen waren erschienen, um sich die Partie anzusehen. So gelang dann auch der Einstieg hervorragend. Die Hurricanes gingen bereits in der ersten Minute mit 1:0 in Führung. Es folgte eine etwas ruhigere Phase, in der die beiden Teams die Schwächen des Gegners zu erahnen versuchten. Nach der Hälfte des ersten Drittels lancierten die Hurricanes einen weiteren erfolgsversprechenden Angriff über Ralf Luchsinger. Der Ball wurde jedoch abgelenkt und prallte vom Pfosten ab. Die Gäste aus Widnau nutzen diesen Konter und glichen rasch zum 1:1 aus. Das folgende Bully gewannen die Flyers und nach zwei schnellen Pässen sass der Ball wieder im Tor der Hurricanes. Was folgte war ein erneuter Ausgleich durch Ralf Luchsinger zum 2:2, ein fataler Fehlpass vor dem eigenen Tor, der die Gäste wieder in Führung brachte und dann wiederum der verdiente Ausgleich der Hurricanes durch einen Distanzschuss von Raffael Zweifel zum 3:3. Vor der Pause überraschten die Flyers den Gegner dann mit drei aufeinander folgenden Toren in weniger als drei Minuten. Zur Pause stand es also 3:6 für die Gäste. Zu Beginn des zweiten Drittels erteilte der Unparteiische gleich eine 2-Minutenstrafe zugunsten der Hurricanes. Dieses Powerplay nutzen die Glarner und verkürzten auf 4:6. Und wie bereits im vorhergehenden Drittel, erzielte Raffael Zweifel nochmals ein Tor aus der Distanz. Die Gäste aus Widnau bewiesen jedoch, dass sie ein Bully sehr effizient nutzen konnten. Kaum hatten sie den Ball gewonnen, genügten zwei schnelle Pässe, um das Tor zum 5:7 zu erzielen. Ralf Luchsinger erzielte in der Folge noch ein weiteres Tor, doch die Flyers gewannen auch jenes Bully und erzielten erneut einen Gegentreffer. So stand es zur Pause 6:8 für die Gäste.

Hurricanes mit neuem Mut


Das letzte Drittel begann rasant und aus Glarner Sicht ausserordentlich erfreulich. Raffael Zweifel versenkte den Ball nach nicht einmal einer Spielminute im gegnerischen Tor. Das Spiel der Hurricanes gestaltete sich zunehmend besser. Sie spielten schneller, offensiver und cleverer als ihre Gegner und so glich Marco Küng nach 45 Minuten das Spiel aus. Die Gäste waren sich der neu erwachten Torgefährlichkeit der Hurricanes durchaus bewusst und nahmen ihr Time-out. Die motivierenden Worte des Trainers liess die Flyers von Neuem erstarken. Nach einem schnellen Pass in die Tiefe erzielten sie den erneuten Führungstreffer. Das folgende Bully gewannen sie ebenfalls und wie schon in ähnlichen Situationen zuvor, brauchte es keine zwei Pässe, um das Tor zu erzielen. Gleich im Anschluss daran krönten die Gäste ihre Serie mit drittem Treffer in Folge. Es stand nun 8:11, und die Herren 2 waren sichtbar ratlos. Raffael Zweifel fand als Erster wieder ins Spiel zurück und bescherte den Hurricanes neuen Mut mit einem weiteren Tor aus der Distanz. Und eine Minute später doppelte er nach. Es fehlte bloss noch ein Tor, um ein Remis nach offizieller Spielzeit zu erzwingen. So setzten die Hurricanes auch alles auf eine Karte und spielten die verbleibenden zwei Minuten zu viert ohne Torwart. Diese Offensivwelle sorgte für viel Applaus auf den Zuschauerrängen, für die sich dieses torreiche Cupspiel äusserst unterhaltend gestaltete. Zum Schluss reichte es den Hurricanes dann aber doch nicht mehr zu einem weiteren Tor. Das Abenteuer Cup endete 10:11 und ist somit für die Herren 2 bereits wieder vorbei.