Tradition und Fortschritt, Weltoffenheit und Gemeinsinn

Den diesjährigen Geburtstag unserer Eidgenossenschaft feierte die Bevölkerung der Gemeinde Glarus am Tor ins Klöntal in Riedern. Die Harmoniemusik Netstal sorgte für den musikalischen Background und Regierungsrat Benjamin Mühlemann hielt eine gehaltvolle Festansprache.




Die Bevölkerung der Gemeinde Glarus feierte den 1. August in grosser Anzahl auf dem Dorfplatz in Riedern. Von Ferne grüsste die riesige Schweizer Fahne an den Hängen des Wiggis. Sogar Wettermacher Petrus hatte sich in Festtagskleidung gestürzt und bescherte uns Eidgenossen mit einem schwülheissen Sommertag. Zum Auftakt konzertierte die Harmoniemusik Netstal unter der musikalischen Leitung von Yvonne Riedi. Andy Luchsinger als OK-Präsident der diesjährigen1.-August-Feier zeigte sich bei seiner Begrüssung sichtlich erfreut über den Grossaufmarsch der Bevölkerung. Der üppige und fein zubereitete Brunch der Molki Netstal lockte die Festbesucher en Masse ans morgendliche Buffet. «Wir wurden von der Besuchermenge buchstäblich überrollt», resümierte OK-Präsident Luchsinger.

Regierungsrat Mühlemanns Gedanken zum 1. August

Interessiert und aufmerksam verfolgte die Festgemeinde nach einem schwungvollen musikalischen Auftakt der Harmoniemusik Netstal und der Begrüssungsworte von Gemeinderat Markus Schnyder die Festansprache von Regierungsrat Benjamin Mühlemann. Weitsichtige Gedanken und Wünsche von Schulkindern standen im Zentrum seiner Rede. Drei Aspekte standen dabei im Vordergrund: Tradition und Fortschritt, Weltoffenheit und Gemeinsinn. Aus den spontanen Antworten der Schüler kristallisierte sich ganz klar heraus, dass die jungen Leute Treffpunkte suchen und diese auch wollen. Sie suchen die Gemeinschaft und sie wollen Gemeinsamkeit. Beides soll gepflegt werden. Das heisst im Klartext, dass sie sich über Generationen hinaus Austauschen wollen, zum Feiern, zum Festen und zum Sport betreiben. Im Vordergrund steht der Zusammenhalt, der aus ihrer Sicht gefördert werden soll. Das freiwillige und ehrenamtliche Engagement der jungen Leute, beispielsweise das Mithelfen bei der diesjährigen Bundesfeier, sind Beispiel dafür. Die mit anhaltendem Applaus bedachte Rede von Regierungsart Mühlemann gibt Anlass zu Nachdenken und zum Überdenken. Es geht dabei um die Suche nach einem gemeinsamen Weg und um die Pflege von Tradition und Fortschritt. Um hier einen gemeinsamen Nenner zu finden, brauchte es Weltoffenheit und last but not least Gemeinsinn. Ich denke, wir sind auf gutem Wege!

Nach dem Absingen des Schweizerpsalms sassen Glarner, Netschteler, Ennendaner und Riedener als Angehörige der Gemeinde Glarus freundeidgenössisch beisammen. Ein grosses Dankeschön geht an den organisierenden Verein «Pro Dorfläbä Riederä», an die Harmoniemusik Netstal für die musikalische Gestaltung der Feier und dem Molki-Team Netstal, welches für das leibliche Wohl besorgt war. Fazit der diesjährigen Glarner 1.-August-Feier: Die alten Eidgenossen hätten sich gefreut!