Den meisten der Anwesenden stellte sich am Ende der spannenden Reportage die Frage; wie sind diese teilweise enormen körperlichen und psychischen Strapazen überhaupt zu schaffen? Die Antwort gab Andreas Hutter während dem gesamten Vortrag immer wieder. Ich habe mit Hartnäckigkeit und mit dem Glauben an meine Fähigkeiten stets das Ziel vor Augen gehabt, meine Träume zu verwirklichen. Er habe das Glück in einer privilegierten Welt aufgewachsen zu sein, die es ihm bereits mit jungen Jahren erlaubte, grössere Reisen und auch Expeditionen in zum Teil unbewohnte, unbekannte Gegenden zu unternehmen.
Wunderschöne Landschaftsaufnahmen, aber immer wieder Menschen
Hutter berichtete an diesem Abend über seine vielen Reisen, die stets bis ins kleinste Detail vorbereitet waren. Es begann mit kleinen, über einige Tage und später Wochen dauernden Ausflüge. Stets allein und verbunden mit der Natur. Klettern wurde zu seiner ersten Leidenschaft. So bestieg er viele hohe Berge in den Anden. Nach dem Klettern faszinierte ihn das Wildwasser. Mit seinem Kanu kämpfte er sich durch viele wilde Gewässer in Kanada. Oft kombinierte er das Bergsteigen mit dem Kanufahren. So überquerte er mit seiner Partnerin einen hohen Pass, um anschliessend, nach einer Fahrt über einen Gletscher, in einem wilden Fluss durch enge Schluchten ins Tal zu «fahren». Immer wieder unterstrichen wunderschöne Aufnahmen die abenteuerlichen Erzählungen. Aber immer wieder erschienen Bilder von Menschen, die Hutter auf seinen Reisen kennenlernen durfte. Aufnahmen von seinem Freund Franz Sax, der ihn während mehreren Exkursionen in Kanada begleitete. Bilder eines Gauchos in Patagonien, mit dem er einen Puma, der grosse Mengen Schafe tötete, jagte und zur Strecke brachte. Er erzählte vom Leben dieser Weggefährten. Er widmete ihnen in seinem Vortrag viele Bilder und gab so einen ganz speziellen Eindruck in das Leben dieser Menschen. Hutter lebte lange Zeit in der Mongolei bei einer Familie. Bilder zeigen auf, wie glücklich und zufrieden diese Menschen sind, obwohl sie ohne grossen Wohlstand und in ganz einfachen Verhältnissen leben. Bilder die zeigen, wie sie fast tagtäglich um das Überleben kämpfen müssen. Eindrückliche Bilder, die den Betrachter tief berühren. Immer wieder zeigt Hutter auch wunderschöne Landschaftsaufnahmen von Steppen, hohen schneebedeckten Bergen oder reissenden Flüssen. In erster Linie bleiben aber die vielen unterschiedlichen, zufriedenen und strahlenden Gesichter haften. Hutter nimmt stets grossen Anteil am Leben dieser Menschen und erzählt einfühlsam von tiefgreifenden Menschenschicksalen.
Armin Landerer, Bereichsleiter Privatkunden und Mitglied der Geschäftsleitung der GLKB, sprach das aus, was sicher der grösste Teil der Anwesenden an diesem Abend empfand:«„Ich danken Ihnen für diesen spannenden und interessanten Vortrag. Was mich sehr berührt hat waren ihre Schilderungen Ihrer Erlebnisse mit den verschiedenen Personen auf Ihren Reisen. Dies hebt Ihre Reportage deutlich ab von gewöhnlichen Reiseberichten. Es ist faszinierend, dass Sie so lange mit dieser Familie in der Mongolei zusammengelebt haben und diese Erlebnisse uns so spannend und einfühlsam geschildert haben.»
Kolumne: Ab auf die Insel







