Die Schule ist auf gutem Weg
Der Präsident der Umweltgruppe Hinterland, Karl Stadler, begrüsste die anwesenden Mitglieder der Umweltgruppe und einige Gäste, die auch aus anderen zukünftigen Gemeinden stammten. Martin Staub, Verantwortlicher für die Arbeitsgruppe Schule in Glarus Süd, gab als Erstes direkt Einblick in die bisherige Projektarbeit. Er betonte, dass die Arbeitsgruppe bereits stark fortgeschritten sei und verschiedene Ziele formuliert habe. Die ganze Diskussion müsse auch im Hinblick auf die Entwicklung der Schülerzahlen gesehen werden. Diese zwinge einerseits zu Konzentrationsmassnahmen, ermögliche aber andererseits auch in der ganzen Gemeinde eine gute Verteilung verschiedener Schulangebote. Dabei sei man gerade auch mit neuen Modellen - Staub nannte die Tagesschulen oder kleine spezialisierte Schulen als Beispiele - auf gutem Wege. Die Planung auf dem ganzen Gemeindegebiet lasse einen die Vorteile voll ausschöpfen.
Visionen vom sanften Tourismus bis zu raumplanerischen Massnahmen
Im anschliessenden Teil brachten die Anwesenden ihre Visionen für die Gemeinde Glarus Süd im Jahr 2020 zu Papier. Die Sichtung der Ideen zeigte, eine grosse Bandbreite an Vorstellungen. Oft genannt wurde eine Ausrichtung auf den sanften Tourismus und die Abkehr vom Tages-Massentourismus sowie die konsequente Nutzung raumplanerischer Möglichkeiten. Auch das Thema Demokratie in der neuen Gemeinde war mehreren Anwesenden ein Anliegen. In der anschliessenden Diskussion der Visionen wurden einige aufgetretene Fragen geklärt. Karl Stadler leitete daraufhin zur Gruppenarbeit über, in welcher nun die Visionen in konkreten Vorschlägen umgesetzt werden sollten.
Vorstellung der konkreten Forderungen, Ideen und Varianten
Für die Gruppenarbeit wurden drei Gruppen zu den Themen Raumplanung, Heime und Volksrechte/Behörden gebildet. Die Resultate aus der Gruppenarbeit wurden anschliessend präsentiert. Die Raumplanungsgruppe machte konkrete Vorschläge, wie eine sinnvollere Raumplanung zu erreichen sei. Vor allem betonte sie, dass eine gute Abstimmung zwischen kantonalem Richtplan und kommunalem Nutzungsplan erforderlich sei. Wichtig sei auch, dass einmal beschlossene Konzepte der Raumordnung nicht ständig wieder durchbrochen würden. Die Gruppe Heime machte weniger konkrete Vorschläge, sondern stellte die möglichen Modelle der Heimorganisation vor. Offensichtlich war, dass alle Modelle Vor- und Nachteile haben. Neben der Betreuung im Heim sei eine Stärkung der Betreuung durch die eigenen Angehörigen wünschenswert. Der Gruppe Volksrechte/Behörden war vor allem wichtig, dass man den Verlust der bisherigen Gemeindedemokratie auffangen könne, indem man zukünftige Gemeindeversammlungen stärke und interessanter mache. Ein klar bevorzugtes konkretes Modell schälte sich nicht heraus. Wichtig war vielen Teilnehmenden, dass man die Schaffung von Dorfvereinen mit bestimmten Kompetenzen ins Auge fassen sollte.
Der Gewinn der Veranstaltung lag darin, dass die Anwesenden einen Einblick in die laufenden Projekte bekamen und sich so nun besser einbringen können. Motiviert durch das positive Echo überlegt sich die Umweltgruppe Hinterland, solche Anlässe wieder durchzuführen. Nachdem ihr Präsident Karl Stadler die Veranstaltung beendet hatte, nutzten einige Mitglieder die Möglichkeiten zum weiteren Austausch beim Mittagessen.




