Tunes kommen in den Holästei

Die St. Galler Band Junes besuchen am kommenden Donnerstag die holästei.Bar. Mit im Gepäck haben sie den Gitarristen von Wiliam White, Domi Schreiber, mit seinem Soloprojekt "MyKungFu".



Sonntagmorgen-Sound am Donnerstag Abend. Junes geben in der holästei.Bar ein Konzert. (Bild: zvg)
Sonntagmorgen-Sound am Donnerstag Abend. Junes geben in der holästei.Bar ein Konzert. (Bild: zvg)

Junes (lies Tschunäs) aus St. Gallen machen Sonntagmorgen-Brunch-Musik in Weltformat. Singer/Songwriter-Musik, die aufs wesentliche reduziert ist. Bös ist, wer sagt "radiotaugliche Fahrstuhlmusik", wer die Schönheit der Melodien erkennt, die Detailverliebtheit entdeckt und die astreine Produktion der Perfektion willen anerkennt, dem wachsen Junes bald ans Herz. Das Beste, was die Ostschweiz zu bieten hat. Junes sind Daniel Hauser und Marc Frischknecht und kommen aus St. Gallen. Die erste CD haben sie in ihrer gemeinsamen WG aufgenommen. Mit „Consequences“ tragen sie die Eigenartigkeit des Studio-Ortes weiter. Diesmal suchten sich die beiden ein altes Berghotel in Engelberg dafür aus. Die Atmosphäre der knarrenden Holzbalken passt wunderbar zu ihrem Sound. Und sicher war auch ein unscheinbares, friedliches Gespenst bei ihren Aufnahmen mit dabei. Eines, dass mit leuchteten Augen zuhörte und nicht aufhören konnte zu beobachten, wie viele verschiedene Nuancen in der Musik von Junes stecken. Seien es zirpende Gitarrensaiten oder Piano-Rythmen, die bei „Surrender“ vorerst zwar kapitulieren, aber auch gleich eine unglaubliche Hoffnung mitgeben. Die beiden Singer-/Songwriter schaffen es nämlich, ihre Melancholie positiv darzustellen und verpacken auch alle nötigen Instrumente und Effekte in ihrem Sound mit ein. Sogar einen hitverdächtigen Ohrwurm findet man auf ihrem Album. Neuerdings schwebt nämlich ein Gespenst durch das Berghotel und singt dazu den Rettungsruf: „Come on, come on rescue me!“