Ulrich Benz vom SV Nieder-/Oberurnen schoss über 300 Meter das Maximum von 72 Punkten

Der traditionelle Behörde-Rundgang zum Start des Eidgenössischen Feldschiessens ist eine langjährige Tradition. Eingeladen werden die Vertreter aus Politik, Wirtschaft Armee und Ehrengäste vom Kreiskommando Glarus unter der souveränen Leitung von Kreiskommandant Major Walter Rhyner. Dabei besuchen die Gäste jeweils jene Schiessplätze, auf denen das vorgegebene Programm des grössten Schützenfestes der Welt absolviert wird. Damit setzen sie ein starkes Zeichen der Verbundenheit zu den Glarner Schützinnen und Schützen, die in friedlichem und freundschaftlichem Wettstreit über das vergangene Wochenende ihre Treffsicherheit beweisen konnten.



Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Armee und Ehrengäste (Bilder: hasp)
Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Armee und Ehrengäste (Bilder: hasp)

Zum diesjährigen Feldschiessen-Rundgang 2024 trafen sich auf eine Einladung von Kreiskommandant Major Walter Rhyner im Zeughaus in Glarus verschiedene Gäste aus der Politik, Wirtschaft und Militär. Major Walter Rhyner hiess die Gäste, unter ihnen Landratspräsidentin Regula: N. Keller, Regierungsrat und Departements-Vorsteher Dr. Andrea Bettiga, Peter Aebli (Gemeindepräsident Glarus), Hans Ruedi Forrer (Gemeindepräsident Glarus Süd), Hans-Jakob Marti (Kantonale Schiesskommission), Fredy Lienhart (Ehrenpräsident GLKSV), Hans Heierle (Präsident GLKSV), Die Armee liess sich vertreten durch Oberstlt Marco Müller (Stab Ter Div 3, KTVS), Oberstlt Patrick Schrepfer (Stv Chef Kantonaler Territorial-Verbindungsstab und Major Walter Rhyner, Kreiskommandant sowie Feld-Chef Peter Stengele. Nicht vergessen wollen wir die gute Seele im Zeughaus Glarus Jeannine Schiesser vom Kreiskommando sowie der fahrsichere Motf Raffael Trümpy. Feldchef Peter Stengele, in Vertretung von Divisionär Willy Brülisauer, Kommandant der Territorialdivision 4, wusste im Anschluss so einiges über die Geschichte des Eidgenössischen Feldschiessen zu erzählen und brillierte mit einer interessanten Statistik im Zusammenhang mit dem ausserdienstlichen Schiesswesen. Zahlen und Vergleiche, die einige der Anwesenden zum Staunen brachten.

«Mitmachen kommt vor dem Rang»

Im Kanton Glarus fand über das Wochenende das Eidgenössische Feldschiessen 2024 statt. Das grösste Schützenfest der Welt kann auf eine über 130-jährige Tradition zurückblicken. Dabei wurde für ein ganzes Wochenende auf nationaler Ebene eine der ältesten Schiesstraditionen mit Geselligkeit und Sportlichkeit zelebriert. Auch in diesem Jahre hatten sich 565 Schützinnen und Schützen für diesen friedlichen Wettstreit unter Schützinnen und Schützen beim Gewehrprogramm über 300 Meter angemeldet. 165 nahmen beim Pistolenprogramm über 25 und 50 Meter teil. Insgesamt versuchten 730 Teilnehmer aus dem Glarnerland, mitten ins Schwarze zu treffen. Schweizweit waren es über 111 000 Personen, die am Feldschiessen 2024 teilgenommen hatten. Ein Fest für Schützen und solche, die gerne schiessen oder es einmal ausprobieren möchten. Bereits ab dem 10. Altersjahr kann jede Schweizerin und jeder Schweizer sich in friedlichem Wettstreit an diesem Grossanlass die Treffsicherheit beweisen. Ein Fest für Schützen und solche, die gerne schiessen oder es probieren möchten. Und man darf es vorwegnehmen, und die Organisatoren werden es mit Freude festgestellt haben: Über den Schiessnachwuchs braucht man sich im Kanton Glarus keine Sorge zu machen. Diese freudige Feststellung hatte man sowohl auf der modernen Schiessanlage in Glarus als auch auf der Schiessanlage in Niederurnen. Auf verschiedenen Schiessplätzen wurden über die Distanz von 25/50 Meter bei den Pistolenschützen (Pistolenstand in Glarus) als auch über die 300 Meter (Glarus und Niederurnen) teils hervorragende geschossen. So erzielte beispielsweise am späteren Freitagnachmittag Ulrich Benz vom SV Nieder-/Oberurnen das Maximum mit 72 Punkte. Aber an erster Stelle stand wie immer Pierre de Coubertins olympischer Gedanke: «Mitmachen kommt vor dem Rang».

Vom 300-Meter- und Pistolenschiessplatz 2 /50 in Glarus …

Mit sicherer Hand wurde die illustre Gesellschaft im Anschluss von Motorfahrer Raffael Trümpy am späteren Freitagnachmittag mit seinem Shuttlebus von Schiessplatz zu Schiessplatz gefahren. Erste Station war die 300-Meter-Schiessanlage auf der Allmeind in Glarus. Dort sorgte der örtliche Schützenverein für die teilnehmenden Schützinnen und Schützen für optimale Bedingungen, einzig mit Wettermacher Petrus konnte die Organisatoren wie schon im letzten Jahr nicht ganz zufrieden sein! Seine Launen hatten aber keinen Einfluss auf die Beteiligung der Wettkämpfer. Sowohl über die Distanz von 300 Meter als auch im Pistolenstand über 25/50 Meter herrschte reger Betrieb und die heimelige Schützen-Stube durfte sich über mangelnden Umsatz nicht beklagen.

... 300-Meter-Schiessplatz in Niederurnen

Den Abschluss des diesjährigen Behörde-Rundgangs bildete eine Visite im Schützenstand in Niederurnen, wo der SV Nieder-/Oberurnen für die Organisation zuständig war. Auch hier dasselbe Bild wie auf dem Schiessplatz in Glarus zuvor. Während im Schiesstand aus zeitlichen Gründen die letzten Passen geschossen wurden, herrschte in Almas Schützenstube und im Freien munteres, kameradschaftliches und fröhliches Treiben. Die Schützenfamilie weiss eben, wie sie das Eidgenössische Feldschiessen feiern muss. Dazu gehören gute Resultate, eine feine Bratwurst oder Servela und dazu verschiedene «Muschäwässerli. Allen Schützeninnen und Schützen an dieser Stelle für das Eidgenössische Feldschiessen 2025 schon im Voraus ein kräftiges «Guet Schuss»!