Umbruch und Aufbruch

Der Glarner Tennis Club steht vor der grössten Investition seit der Erstellung der eigenen Tennisanlage in Ennenda. In diesem Herbst sollen die bestehenden drei Sandplätze durch innovative Allwetterplätze ersetzt werden.



Dass dringend Sanierungsbedarf besteht, zeigt sich schon seit Längerem. Die Platzumzäunung ist löcherig, Fundamente sind vom Wetter angegriffen, im Frühjahr sind die Sandplätze jeweils extrem weich und werden nicht selten durch Trittlöcher beschädigt, die Wartezeit nach Niederschlägen ist unverhältnismässig lange, die Beleuchtungsanlage mit Hochdruckdampflampen nähert sich dem technischen Lebensende und die Bewässerungsanlage führt zu einer ungleichmässigen und dadurch teilweise problematischen Platzberegnung. Deshalb wurde bereits im letzten Jahr ein Sanierungsprojekt ausgearbeitet, welches gleichzeitig den Umbau auf Allwetterplätze beinhaltet. Bei gleichem Aussehen und gleichem Spielverhalten wie herkömmliche Sandplätze verlängern Allwetterplätze die Sommersaison um 3 bis 4 Monate und führen dank geringerem Wartungsaufwand zu einer deutlichen Reduktion der jährlichen Betriebskosten. Dies bestätigen die Erfahrungen der Tennisclubs aus den Nachbargemeinden, welche bereits früher auf ganzjährig bespielbare Untergründe gewechselt haben.

Neue Besitzer gesucht

Nach der erfolgten Zustimmung durch die diesjährige Mitgliederversammlung befindet sich der Club nun mitten in der Finanzierungsphase. In den nächsten Monaten werden diverse Anlässe durchgeführt. So etwa können sich Tennisinteressierte am 11. Mai an einer Standaktion der Junioren in der Markthalle Glarus über den Club und das Umbauprojekt informieren. Für interessierte Gruppen und Firmen werden zudem Tennisevents auf der Anlage in Ennenda angeboten. Als eines der wichtigsten Finanzierungselemente wird der Club auf der Crowdfunding-Plattform von lokalhelden.ch noch bis zu den Sommerferien kleinere und grössere Beiträge sammeln. Beispielsweise kann man sich dort für 100 Franken seinen eigenen Quadratmeter des neuen Tennisplatzes erstehen.

Sportlich, kraftvoll, intensiv

Die Umbauarbeiten werden im Oktober in Angriff genommen. Bereits nach vier Wochen sollen die drei neuen Plätze bespielbar, auf den Beleuchtungsmasten LED-Strahler montiert, ein modernes, individuell einstellbares Bewässerungssystem in Betrieb und periphere Komponenten instand gestellt sein – im wahrsten Sinne ein sportliches Vorhaben. Bereits im Herbst können sich also die gut 200 Vereinsmitglieder auf der modernisierten Anlage versuchen und die Auswirkungen auf ihren Service, auf Volley-Stopps und auf Rückhand-Slices prüfen.