Ungelöste Morde zwischen Verfolgung und Verjährung

Im Anna-Göldi-Museum in Ennenda fand am vergangenen Freitagabend die Vernissage zum neuen Buch «Hoffen auf Aufklärung» von Erfolgsbuchautor Walter Hauser statt. Nach einem musikalischen Auftakt blieb es Museumsleiter Fridolin Elmer vorbehalten, die zahlreich anwesenden Gäste herzlich zu begrüssen. Nach der Vorstellung von Walter Hauser durch den Museumsleiter stellte der Autor sichtlich mit Stolz im Beisein von Freunden und Bekannten sein neuestes Werk gleich selbst vor.




Jahrelange Arbeit bis zur druckreifen Vorlage stecke dahinter, wie Hauser selbst erklärte. Aufwendige Recherchen und viele Einzelgespräche mit Zeugen, Opfern und Tatverdächtigen hätten ihm geholfen, dieses Buch zu realisieren.

Recherchieren war schwierig

Wer den Walter Hauser kennt, weiss genau, dass dieser sich nie mit halben Sachen abgibt. Exaktes Recherchieren ist bei ihm das A und O und gehört zu seinen Berichterstattungen. In seinem neuesten Buch hat es der Autor mit vielen verschiedenen Menschen zu tun. Darunter sind Tatverdächtige, Angehörige und Zeugen, die ihn bei seinen Recherchen grossartig unterstützt hatten. Hauser hat ihre Aussagen und Informationen, aber auch ihre Gefühle und Emotionen in seinem Buch mit viel Fingerspitzengefühl einfliessen lassen. Deshalb oder gerade deswegen ist Walter Hausers Buch «Hoffen auf Aufklärung» ein Musterbeispiel für hartnäckige Journalistenarbeit. Es ist deshalb nicht übertrieben, zu behaupten, dass dieses Buch das Potenzial zu einem Bestseller hat!

Aufklärung und Wahrheitsfindung

Wenn Buchautor Walter Hauser anfängt zu recherchieren, darf man ihn, ohne deswegen gleich despektierlich zu sein, durchaus mit einem Schweisshund vergleichen. Genauso wie ein Schweisshund folgt Hauser einer Fährte, die er mit seinem guten Riecher aufgenommen hat, unbeirrt, zielorientiert und hartnäckig. So auch bei seinen Recherchen für sein neuestes Buch. Entstanden sind wahre Geschichten und Begebenheiten über ungelöste Morde in der Schweiz, alle zwischen Verfolgung und Verjährung. Unter anderem der fünffache Mord in Seewen, der Kristallhöhlen-Mord von Oberriet oder in der Region, die bis heute ungeklärten Morde im glarnerischen Braunwald oder im Heidiland. Mit seinem Buch möchte Hauser Licht ins Dunkel dieser ungelösten Fälle bringen. Dabei prangert er die fragwürdige Gesetzgebung mit der Verjährung einer Mordtat nach 30 Jahren an. So sind beispielsweise der Kristallhöhlen-Mord von Oberriet SG, bei dem zwei Mädchen auf einer Velotour verschwanden, die Entführung von Rebecca Bieri in Gettnau LU und der Fünffachmord von Seewen nicht nur ungelöst, sondern auch verjährt und können nicht mehr verfolgt werden. Seine Schlussfolgerung lautet: Die in der Schweiz bei Mord geltende Verjährungsfrist von 30 Jahren ist ungerecht und stossend. Während die Täter sich sicher fühlen können und nicht mehr befürchten müssen, zur Rechenschaft gezogen zu werden, leiden die Betroffenen weiter, vermutlich bis an ihr Lebensende. Mit seinem spannenden Buch mit hochbrisantem Inhalt möchte Walter Hauser dazu beitragen, dass diese Ungerechtigkeit rasch möglichst ein Ende hat. Das aufklärende, spannende Buch «Hoffen auf Aufklärung» kann bei allen Buchhandlungen, unter anderem auch in der Buchhandlung Baeschlin an der Hauptstrasse in Glarus bezogen werden.