Unterricht an Glarner Schulen ab 11. Mai wieder in den Schulhäusern

Departement Bildung und Kultur • Im Kanton Glarus nimmt die Volksschule (Kindergarten, Primar- und Oberstufe) am 11. Mai den Präsenzunterricht wieder auf. Dieser findet regulär in der Klasse und möglichst gemäss Stundenplan statt. Kanton und Gemeinden arbeiten mit Hochdruck daran, den Wiedereinstieg innerhalb der Leitplanken, welche der Bund mit seinen Grundprinzipen vorgibt, zu organisieren.



Alle Glarner Kinder der Kindergärten und Primarstufe sowie die Jugendlichen der Oberstufe dürfen am 11. Mai nach knapp sechs Schulwochen mit Fernunterricht wieder in die Schule. Der Bund hat dafür die Freigabe erteilt und Grundprinzipien zur Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts erlassen. Der Kanton Glarus begrüsst diesen Ansatz: Er lässt den Kantonen den nötigen Spielraum für die Umsetzung und sieht keine Distanzvorschriften für Schülerinnen und Schüler vor. Nur so ist der Präsenzunterricht in der obligatorischen Schule überhaupt möglich. Durch praktikable und umsetzbare Massnahmen wird der Schutz der Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrpersonen sichergestellt. Dies basierend auf verschiedenen Grundannahmen – etwa, dass Kinder viel weniger häufig erkranken als Erwachsene, meist keine Symptome haben und für die Übertragung des Virus keine wesentliche Rolle spielen.

Kinder sollen sich möglichst normal bewegen können

Speziell angestrebt wird ein direkter und indirekter Schutz der besonders gefährdeten Gruppen in der Schule und im häuslichen Umfeld der Schülerinnen und Schüler sowie des Personals. Die Verantwortlichen von Kanton und Gemeinden arbeiten derzeit intensiv daran, im Hinblick auf den 11. Mai alles Notwendige vorzubereiten. Der Unterricht soll regulär in der Klasse und möglichst gemäss Stundenplan stattfinden. Die Kinder sollen sich im Klassenverbund, auf dem Schulweg und auf den Pausenhöfen möglichst normal verhalten und bewegen können.

Generell liegt der Fokus der Schutzmassnahmen klar auf Präventions- und Aufklärungsangeboten sowie Hygieneregeln. «Der Alltag in und rund um die Schulen wird sich zweifelsohne verändern», so Regierungsrat Benjamin Mühlemann, Vorsteher des Departements Bildung und Kultur. «Das lässt sich aber organisieren, und in diesem Sinn freue ich mich, dass in unseren Schulhäusern schon sehr bald wieder munter gelehrt und gelernt wird.
 

Für die verschiedensten konkreten schulorganisatorischen oder methodischen Fragen definiert der Kanton in den nächsten Tagen Grundsätze, aufbauend auf den Vorgaben des Bundes. Dies geschieht in engem Austausch mit den Gemeinden bzw. Schulen, mit dem Lehrerinnen- und Lehrerverband und in interkantonaler Zusammenarbeit.

Vertrauen in Schulleitungen und Lehrpersonen

Der Kanton Glarus verfolgt das Prinzip, dass den lokalen Gegebenheiten unbedingt Rechnung zu tragen ist. Das bedeutet: Die Schulen orientieren sich vorbehaltlos an den Grundsätzen von Bund und Kanton und setzen vor Ort individuell die bestmögliche, praktikabelste Lösung um. Dass dabei die eine oder andere Detailfrage unterschiedlich gehandhabt werden wird, ist zu erwarten und so gewollt: «Die Verantwortlichen in den einzelnen Schulhäusern wissen bestens Bescheid, wie sie sich am sinnvollsten organisieren können», sagt Regierungsrat Benjamin Mühlemann. «Ich schenke unseren Schulleitungen und Lehrpersonen deshalb grosses Vertrauen und wünsche mir das auch seitens der Eltern.» Über alle Details zur Schulorganisation und zum Schulbetrieb bis zu den Sommerferien informieren die zuständigen Schulleitungen kommende Woche.