Es soll ein selbstbestimmtes und individuell geprägtes Wohnen und Leben möglich sein. Optimales Betreuen, das von Respekt und Achtung geprägt ist, ist oberstes Ziel. Die Ausgestaltung des Alltags richtet sich nach Fähigkeiten, Interessen und Neigungen der Bewohnerinnen und Bewohner. Die Aufnahme erfolgt durch eine Fachkommission. Einwohner unseres Kantons erhalten den Vorzug. Miet- und Dienstleistungsvertrag werden stets ausgehändigt. Bei der Tagesgestaltung und Arbeitsbeschaffung ist Unterstützung angeboten. Auf Privatsphäre und Art der Behinderung wird nachhaltig geachtet. Die Hausverantwortlichen achten auf eine Durchmischung der verschieden starken Behinderungen bei den Bewohnenden. Bei Stellenbewerbungen werden Menschen mit einer Behinderung und gleichen fachlichen Voraussetzung bevorzugt. Stark gewichtet sind Kommunikationsformen gegen innen und aussen. Konflikte werden thematisiert und möglichst konstruktiv aufgearbeitet. Der permanenten Aus- und Weiterbildung wird gebührend Beachtung geschenkt.
Personelles
Präsident des Vorstandes ist der in Schwanden wohnhafte Fritz Studler. Als Vize amtet Daniel Bruhin aus Glarus. In weiteren Chargen gehören diesem Gremium an: Franz Jakober, Riedern (Finanzbeauftragter); Alban Fasser, Glarus; Simone Feldmann, Schwanden; Erika Märchy, Netstal; Jack Oertli, Ennenda und Elisabeth Hefti-Schmid, Glarus, als Aktuarin. Mit beratender Stimme ist die Hausleiterin Maria Maassen Lombardi aus Schwändi tätig. Die Hauskommission präsidiert Daniel Bruhin. Der Aufnahmekommission steht Erika Märchy vor.
Elisabeth Elmer-Bäbler demissionierte wegen der geltenden Amtszeitbeschränkung. Als Mitglied der Hauskommission trat die Netstalerin Emilie Unterholzner, als beratender Arzt Dr. med. Fritz Kesselring, Glarus, zurück. Die Nachfolgen übernahmen Erika Märchy, Alban Fasser und Dr. Antonio Benedetti. Vakant bleiben die Vertretungen der Gründerorganisationen Pro Infirmis und Procap.
Zu den Jahresberichten
Fritz Studler, Präsident des Vereins Fridlihuus, spricht mit seinen Ausführungen wohl vielen aus dem Herzen, wenn er das Aufgreifen und Verbreiten irgendwelcher Sensationen und Sensatiönchen, das Rumhacken auf Missliebigem, die Kritiklust, das Verunglimpfen und die ständigen Auseinandersetzungen mit Finanziellem erwähnt. An bewährten Strukturen und sozialen Leistungen sollte nicht gerüttelt werden. Zu oft ist bei Kürzungen, höheren Steuerbelastungen, geschmälertem Lohn der Weg in die Armut nicht mehr weit. Er mahnt, den Menschen und den wertschätzenden Umgang in den Mittelpunkt zu stellen. Geld allein soll die Welt nicht regieren. Er ist überzeugt, dass das Fridlihuus mit seinem Konzept hohen Rückhalt und berechtigtes Ansehen geniesst. Er würdigt das hohe Engagement und die Kompetenzen aller Mitarbeitenden und verdankt deren Einsatz. Mit dem Kanton konnte für die Leistungen Wohnen und Tagesstruktur eine Leistungsvereinbarung getroffen werden. Herzlich verdankt werden zudem die finanziellen Unterstützungen.
Maria Maassen, Hausleiterin, befasst sich mit den vielfältigen Unterstützungen im Alltag, den damit erforderlichen Aufwendungen und Anpassungen. Gefragt und intensiv genutzt werden die verschiedenen Angebote in den Bereichen Wohnen und Tagesstruktur. Letzteres kommt zunehmend stärker auch Mitmenschen zugute, die ausserhalb einer Institution wohnen. Gefragt ist das Mahlzeitenangebot. Der Nutzung der Cafeteria kommt grosse Bedeutung zu. Dass man mit Finanziellem stark konfrontiert ist, sei nicht verschwiegen. Auf personelle Änderungen im Team wird hingewiesen. Ausscheidenden wird mit viel Anerkennung und Herzlichkeit gedankt. Das Engagement im Bereich der Aus- und Weiterbildung stuft die Hausleiterin als erfreulich hoch ein. Lernende konnten ihre fordernde Ausbildungen erfolgreich abschliessen. Willkommene Ausbildungsplätze sind im Fridlihuus angeboten.
Gerne empfing man Chöre, weitere Formationen und Gruppen, die den Alltag auf willkommene Weise bereicherten. Regelmässig wird die interessierte Öffentlichkeit zu einem Besuch eingeladen.
Ursi Wintsch, Bewohnerin, schildert ihren ansprechend und wechselvoll strukturierten Alltag im Fridlihuus. Sie weiss sich gut aufgehoben. Marianne Heierle, Pflegefachfrau, und Luisa Stüssi, Lernende FaGe, äussern sich zu ihrem Erleben, Erfahren ebenso offen und ehrlich wie Marcel Bamert, Bewohner; Mirko Burkard, Leiter des Ateliers, und Verena Fasser, Leiterin Verwaltung und Sekretariat. Sie gewähren vertiefende Einblicke in den Fridlihuus-Alltag, dies aus ganz verschiedenen Perspektiven. Mit viel Zahlenmaterial wird der umfassende Bericht zum vergangenen Betriebsjahr abgeschlossen.



