Urchige 15. Linthaler Älpler- und Burächilbi

Ein toller Bauernball am Samstagabend, ein attraktives Sonntagsprogramm mit einem Jodel-Gottesdienst zum Auftakt sowie ein reichhaltiger Markt mit frischen Produkten von der Alp- und Landwirtschaft vermochten viele Besucher anzulocken Das sind die Schlagzeilen der 15. Glarner Älpler- und Bauernchilbi vom vergangenen Wochenende in Linthal. Das absolute Highlight war der Brauchtumsumzug vom Sonntagnachmittag.




Der Linthpark Glarus Süd in Linthal stand über das Wochenende im Zentrum der 15. Glarner Älpler- und Bauernchilbi. Bereits am Samstagabend war Tanz- und Unterhaltung angesagt. Für fetzige, fröhliche Stimmung sorgten die «Moräne-Örgeler» und das Handorgel-Duo «Esther und Edith», beide aus Menzingen. Draussen auf dem Festgelände an der gut frequentierten Chilbi-Bar waren ausnehmend hübsche Bardamen darum bemüht, die Wünsche ihrer Gäste mit Longdrinks und Snacks zu erfüllen.

Streichelzoo und Helleri erfreuten Kinderherzen

«Ich möchti gärä uff dem Chälbli riitä», war der Wunsch eines kleinen, aufgeweckten Mädchens in Glarner Tracht: «Chälbli cha mä nüd riitä», war die lakonische Antwort der Mutter beim Streichelzoo, wo Geissen und Kälbli von den kleinen Buben und Mädchen gestreichelt und gehätschelt wurden. Etwas mehr Berührungsängste hatten die Kids bei den eher exotisch wirkenden jungen Alpakas. Gleich nebenan stand ein Mini-Kinderkarussell, welches pausenlos seine Runden drehte und dem Ansturm der kleinsten Gäste kaum gewachsen war.

Jodel-Gottesdienst und Produktemarkt

Der Jodelgottesdienst in der evangelischen Kirche in Linthal war am Sonntagmorgen sehr gut besetzt. Der sakrale Raum des Gotteshauses, verbunden mit seiner hervorragenden Akustik, war geradezu prädestiniert für die harmonisch, wunderschön vorgetragenen Jodellieder des Jodelklubs «Sardona» aus Flims. Für das musikalische Tüpfchen auf dem i sorgten die beiden Alphornbläser Mario Blaser und der einheimische Fridolin Kundert, die ihren Instrumenten urige Klänge entlockten, hervorragend begleitet von Organist Hermann Huber.

Älpler und Bauern verkaufen ihre Produkte

Der Sonntagnachmittag sprengte alle Erwartungen der Organisatoren. Die Linthparkhalle war bis zum letzten Platz besetzt. Die leistungsfähige Küche und das aufmerksame Servicepersonal hatten alle Hände voll zu tun. Auf sehr grosses Interesse stiessen die zahlreich anwesenden Marktbetreiber mit ihren Ständen. Ein vielfältiges Angebot bot sich den Chilbibesuchern. Von feinen Wurstwaren, zahlreichen Käsesorten aus der diesjährigen Alpkäseproduktion bis hin zu «glismetä Sögg und Chappä» fanden alle Produkte reissenden Absatz. Auf der Bühne im Linthpark sorgten das Trio «Gmüetlich» mit ihrem fetziger Ländlermusik und der unverwüstliche Fridli Kundert mit seinem Büchel für gemütliche Stimmung. Eine leistungsfähige Festwirtschaft war für das leibliche Wohl der vielen Gäste besorgt. Dabei durften die Leibspeise Zigerhöräli nebst vielem anderem unter keinen Umständen fehlen.

Zufriedener OK-Präsident Hanspeter Speich

Ein gemütlicher, gut besuchter Bauernball am Samstagabend mit dem lüpfigen Handorgel-Duo «Ester und Edith» und den sensationellen «Moräne-Örgeler» sorgten für wacker Dampf im Linthpark. Der Sonntag mit wolkenlosem Kaiserwetter startete mit dem feierlichen Jodel-Gottesdienst und ein noch nie erlebter Grossaufmarsch des Publikums am Sonntagnachmittag und der abschliessende pittoreske Brauchtumsumzug bescherten dem Organisationskomitee einen Riesenerfolg. Dementsprechend zeigte sich ein äusserst zufriedener OK-Präsident Hanspeter Speich: «Was witsch nuch meh», lautete sein erfreuliches Fazit. Freuen wir uns bereits jetzt schon auf die 16. Ausgabe der Glarner Älpler- und Bauernchilbi 2019.