Verantwortung übernehmen und anpacken

Ende Juli zieht es viele Schweizerinnen und Schweizer wieder nach Hause. Ob sie ihre Ferien auf Mallorca verbracht, in den Glarner Alpen Gipfel erklommen oder das Land der unbegrenzten Möglichkeiten jenseits des Atlantiks erkundet haben, auf den Nationalfeiertag hin kehren viele zurück. So auch die Vorstandsmitglieder des Verkehrsvereins Oberurnen. Für sie heisst es dann Verantwortung übernehmen und anpacken, damit der Geburtstag der Schweiz im Dorf gebührend gefeiert werden kann.



Verantwortung übernehmen und anpacken

Um diese Werte ging es auch Ständerat Benjamin Mühlemann in seiner Ansprache auf dem Schulhausplatz in Oberurnen. Denn, so der Festredner, ein Land wie die Schweiz sei nicht auf dem Reissbrett entstanden. Das Fundament bilde das Zusammenleben in Familien, Dörfern und Vereinen, Orte, wo Menschen Verantwortung übernehmen und gemeinsam anpacken. Ebenso prägend seien unternehmerisches Denken, eine hohe Arbeitsmoral, eine gewisse Weltoffenheit, sowie das konsequente Pflegen und Weiterentwickeln des politischen Systems. Die direkte Demokratie lebe vom Mitdenken und Mitgestalten jedes Einzelnen und schaffe dadurch Identität und politische Stabilität in einer immer unsicherer werdenden Welt.

Zur schweizerischen Identität gehören aber auch persönliche Erinnerungen. Viele verbinden den Nationalfeiertag mit langen Sommerabenden, geselligen Stunden im Freien und dem Zusammensein mit Freunden und Bekannten. Traditionell zählt in Oberurnen auch das eindrückliche Feuer an der Mariawand dazu. Aufgrund der anhaltenden Trockenheit musste dieses Wahrzeichen der Bundesfeier in diesem Jahr jedoch aus Sicherheitsgründen ausfallen. Verkehrsvereinspräsident Roger Zweifel zeigte sich dennoch zuversichtlich und meinte mit einem Augenzwinkern, man hoffe künftig auch wieder auf etwas nassere Sommer.

Musikalische Unterhaltung

Den stimmungsvollen Auftakt der Bundesfeier gestaltete die Alphorngruppe der Musikgesellschaft Oberurnen. Helmut und Nicole Fritschi, Markus Müller und Hubert Stucki erzählten mit ihren warmen, weit über das Dorf getragenen Alphornklängen vom Wert der Heimat und lockten zahlreiche Besucherinnen und Besucher an die Feier.

Anschliessend sorgte die Musikgesellschaft Oberurnen unter der Leitung von Daniel Thoma mit einem abwechslungsreichen Konzertprogramm für beste Unterhaltung. Nach der Ansprache und dem gemeinsamen Singen des Schweizerpsalms übernahm Kurt Zwicky mit seiner Handorgel und rundete den musikalischen Teil mit gefälligen Melodien ab.

Für das leibliche Wohl zeichnete sich, wie eingangs erwähnt, der Verkehrsverein Oberurnen verantwortlich. Jeder Gast wurde mit einer Wurst und Brot, geliefert von den dorfeigenen Detaillisten, verwöhnt. Beim gemütlichen Zusammensitzen und Schwelgen in Erinnerungen ging die Nationalfeier in Oberurnen langsam, aber sicher zu Ende.