Verkehrserschliessung: Glarner SVP lässt einmalige Chance verstreichen

Der Landrat hat heute die Motion der FDP-Fraktion zur beschleunigten Verkehrserschliessung Glarnerland abgelehnt. Ausschlaggebend war das Nein der SVP, also genau jener Partei, die sich im Wahlkampf noch lautstark für eine bessere Verkehrsanbindung des Kantons eingesetzt hatte. Die FDP Kanton Glarus ist enttäuscht und macht klar: Wer jetzt zögert, lässt eine einmalige Chance verstreichen.



Verkehrserschliessung: Glarner SVP lässt einmalige Chance verstreichen

Zeitfenster schliesst sich

Der Bundesrat hat am 19. Juni 2026 die Vernehmlassung zu Verkehr '45 eröffnet. Das Zeitfenster ist offen, aber es schliesst sich schnell. Wer beim nächsten Ausbauschritt in den Zeithorizont 2045 aufgenommen werden will, braucht schnellstmöglich ein ausgearbeitetes Vorprojekt und nicht nur eine blosse Absichtserklärung. Genau das hat die FDP-Fraktion mit ihrer Motion gefordert. Der Landrat hat sie heute abgelehnt, angeführt von der SVP.

Die SVP sagte im Wahlkampf noch Ja

Noch vor wenigen Wochen hatte die SVP die Verbesserung der Verkehrsanbindung im Wahlkampf zu einem zentralen Anliegen gemacht. Im Landrat stimmte sie nun gegen die Motion und damit gegen die konkrete, termingebundene Massnahme, mit der sich dieses Anliegen einlösen liesse. Für die FDP ist klar: Wer den Verkehr im Wahlkampf zum Thema macht, muss im Landrat dafür einstehen. Wer im entscheidenden Moment zurückweicht, ist weder ehrlich zu sich noch zu seinen Wählerinnen und Wählern.

 

FDP bleibt dran

Die FDP-Fraktion akzeptiert das heutige Resultat, nicht aber die Konsequenz des Nichtstuns. Sie wird sich weiterhin dafür einsetzen, die verbleibende Zeit bis zum Ende der Vernehmlassung am 9. Oktober zu nutzen und ein grundlegendes Vorprojekt vorzulegen. Der Stau zwischen Näfels und Netstal ist kein unabänderliches Schicksal, sondern das Resultat jahrelangen Zögerns. Und es geht um weit mehr als einen Strassenabschnitt: Es geht um die Konkurrenzfähigkeit von Glarus als Wirtschafts- und Wohnkanton und insbesondere um die Unternehmen, die Güter transportieren sowie die zahlreichen Pendlerinnen und Pendler.