Verkehrsunfall- und Kriminalstatistik 2013

Am Mittwoch, 26. März, 09.00 Uhr, fand in Glarus die Medienorientierung zur Verkehrsunfall- und Kriminalstatistik 2013 des Kantons Glarus statt. Nachfolgend die Zusammenfassungen aus den beiden Bereichen von Anton Landolt, Chef Spezialdienst, und Lt. Rolf Gubser, Chef Kriminalpolizei.



Anton Landolt
Anton Landolt

Verkehrsunfallstatistik 2013 – Kommentar

2013 registrierte die Kantonspolizei 338 Verkehrsunfälle, 6 mehr als im Vorjahr. Dabei wurden 115 Personen verletzt (Vorjahr 111). Wie im Vorjahr forderte der Strassenverkehr 2 Todesopfer (1 Motorradfahrer in Bilten; 1 jugendlicher Velofahrer in Näfels).
Trotz weiterer Zunahme des Fahrzeugverkehrs weist das Unfallgeschehen 2013 im Vergleich zu den Vorjahren stabile Werte auf. Bei den Unfallursachen spielten hauptsächlich folgende Faktoren mit: Unaufmerksamkeit und Ablenkung (85), Geschwindigkeit (54), Vortrittsmissachtung (41), Alkoholeinfluss (36).

Folgende Unfalltypen sind zahlenmässig aufgefallen: Tierunfälle (51), Auffahrunfälle (49), Parkierunfälle (44).
Jüngere Lenker (< 30 J.) verursachen beim Personen- und Lieferwagenverkehr im Vergleich zu anderen Altersklassen deutlich mehr Unfälle.

Die Kantonspolizei wird die Verkehrssicherheit auch 2014 mit präventiven und repressiven Beiträgen weiter fördern (Verkehrserziehung, Kontrollen, verkehrstechnische Verbesserungen). Sie appelliert an die Disziplin, Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmenden und erinnert an die Erfolgsfaktoren für eine unfallfreie Fahrt:

Angepasste Geschwindigkeit – Abstand – Aufmerksamkeit

Kriminalitätslage 2013 – Kommentar

Im Jahr 2013 wurden im Kanton Glarus 1963 Straftaten statistisch erfasst, was einer Zunahme gegenüber dem Vorjahr von 92 Straftaten oder rund 4 Prozent entspricht. Die Straftatbestände wurden in insgesamt 1207 Fällen begangen, was einem leichten Anstieg von 28 Tatbeständen entspricht.

Zusammengefasst weisen folgende Deliktsbereiche grössere Differenzen, positiv wie negativ, auf:

Abnahme 2012 gegenüber 2013

– Gewaltdeliktstrafttaten von 223 auf 178

– Raubdelikte von 10 auf 0

– Straftaten gegen sexuelle Integrität von 31 auf 17

Zunahme 2012 gegenüber 2013

– Einbruchdelikte von 87 auf 142

– Ladendiebstähle von 39 auf 66

– Betäubungsmitteldelikte von 297 auf 387 Fälle

Fazit:

– Gesamtzahl der Straftaten zeigt nach drei Jahren Konstanz einen Trend nach oben

– Markanteste Zunahmen mit 63% bei EBD-Delikten bzw. mit 29% bei den Betäubungsmitteldelikten
– Erfreuliche Abnahme um 20% bei den Gewaltdelikten