Vermehrtes Interesse der Frauen für die Schweizer Armee

Vom Montag und noch bis zum kommenden Freitag finden im Truppenlager in Elm die Orientierungstage für angehende Rekruten statt. Insgesamt nehmen in diesem Jahr 160 junge Frauen und Männer mit Jahrgang 2001 an diesen vom Kreiskommando Glarus organisierten Kursen teil. Dabei werden die jungen Menschen mit praktischen und theoretischen Modulen auf die Dienste in der Schweizer Armee vorbereitet.




Im Areal des Truppenlagers in Elm herrschte während der ganzen Woche ein emsiges Treiben. Junge Frauen und Männer des Jahrgangs 2001 erwarteten mit Spannung und vermutlich auch ein wenig nervös die kommenden Stunden, die ihnen Einblick in die Philosophie und Aufgaben der Schweizer Armee aufzeigen, ihnen aber auch die Möglichkeiten und Chancen für die Rekrutierung und die anschliessenden Dienstleistungen auflistet. Ein abwechslungsreiches Programm, welches von 9 – 17 Uhr dauert und Themen wie «Funktion in der Armee und im Zivilschutz», «Weitermachen», «Rechte und Pflichten», «Ablauf der Rekrutierung», «Ziviler Ersatzdienst» bis hin zum «Fitnesstest an der Rekrutierung» beinhaltet.

Organisation durch das Kreiskommando Glarus

Die Orientierungstage wurden wie jedes Jahr durch das Kreiskommando Glarus unter der Regie von Kreiskommandant Major Walter Rhyner durchgeführt. Ihm zur Seite standen die bewährten und speziell für diese Aufgaben ausgebildeten Moderatoren Hptm Urs Pedrocchi (Matt), Hptm Romano Frei (Elm), Hptm Christian Mittendorf (Mitlödi), Hptm Daniel Stucki (Näfels) und last but not least Sdt Alexandra Schnyder (Netstal). Ein hervorragendes Moderatoren-Team, welches seine Schützlinge auch in dieser Woche dank Kreativität, Organisationstalent Motivation immer wieder zu begeistern wusste.

Behörden zeigen Verbundenheit

Anlässlich des Gästetages am letzten Dienstag konnte Kreiskommandant Major Walter Rhyner zahlreiche Gäste kantonaler, kommunaler und militärischen Behörden, unter ihnen Landammann und Departements-Vorsteher Dr. Andrea Bettiga, Landratspräsident Dr. Peter Rothlin sowie die vom Grad her höchste Frau der Schweizer Armee, Brigadier Germaine J.F. Seewer, Kommandant der Führungsunterstützungsbrigade 41 /SKS. Unter den Gästen weilten weitere Vertreter der Armee und des Zivilschutzes. Dass ausgerechnet Brigadier Germaine J.F. Seewer in Elm anwesend war, dürfte kein Zufall sein. Denn längst können die Armee-Verantwortlichen mit Freude feststellen, dass immer mehr junge Frauen hochrangige Posten in der Armee bekleiden und dass die heutigen jungen Frauen vermehrt grosses Interesse für den Dienst in der Schweizer Armee bekunden. So nahmen in diesem Jahr insgesamt 12 junge Frauen an den Orientierungstagen in Elm teil, die sich engagiert und mit viel Interesse für eine Rekrutenschule gezeigt haben.

Orientierungstage sind ein Erfolgsmodell

Berücksichtigt man die langjährigen Erfahrungswerte und Analysen, darf man die Orientierungstage, welche jeweils vom Kreiskommando Glarus unter der Leitung von Kreiskommandant Major Walter Rhyner organsiert werden, zu Recht von einem Erfolgsmodell sprechen. Allein die Tatsache, dass immer mehr Frauen ihren Dienst bei der Schweizer Armee absolvieren wollen, spricht Bände. Bei einer Nachfrage bestätigten die Teilnehmer, dass sie vom Orientierungstag viele positive Eindrücke mit nach Hause nehmen. Die Aussage eines Teilnehmers: «Ich kam mit einer negativen Einstellung nach Elm, weil ich grundsätzlich etwas gegen den Militärdienst habe. Ich ändere meine Meinung nach Abschluss diese Orientierungstages und bin überzeugt davon, künftig Militärdienst zu leisten.» Ein anderer äussertes sich ebenfalls positiv über den Orientierungstag: «Es war ein cooler, interessanter Tag mit vielen Informationen, die ich erst verdauen muss. Grundsätzlich bin ich aber bereit, Militärdienst zu leisten.»

Schweizer Armee – Chance fürs Leben

Die vielen positiven Rückmeldungen und Feedbacks von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern früherer Orientierungstage sind genügend Beweis dafür, dass Bund und Kantone in Bezug auf die Vorbereitung künftiger Armeeangehörigen auf dem richtigen Wege sind. Das Ziel ist, die Armee für die Jungen greifbar zu machen. Deshalb erfolgt bei den Orientierungstagen bewusst die Vermittlung von Informationen nicht einfach mit Filmen oder Präsentationen, sondern es wird in kleinen Gruppen gearbeitet. Die Themen reichen von der Armee über Bevölkerungsschutz, Zivildienst und Dienstmodelle bis hin zu Karrieremöglichkeiten. Die 18-Jährigen werden als junge Persönlichkeiten angesprochen und als solche ernst genommen. Diese gezielte Vermittlung ohne militärischen Drohfinger ist dem Kreiskommando unter der Regie von Kreiskommandant Major Walter Rhyner bestens gelungen. Abschliessend wünschen wir allen künftigen Angehörigen der Schweizer Armee bei der Aushebung und später einen schönen und sinnvollen Dienst für unser Heimatland.