Es gehört bereits zur lieben Gewohnheit, dass die Präsidentin Ruth Horner die Versammlung jeweils mit einem Gedicht oder einem Zitat eröffnet. Sie konnte an dieser sehr gut besuchten Hauptversammlung im Schützenhaussaal auch Frau Landammann Marianne Dürst, Hanspeter Hauser, Präsident des Glarner Bauernverbandes, Hansruedi Zweifel, Präsident IP-Ring Glarnerland und Marianne Jungo, Vertreterin des Schweizerischen Bäuerinnen- und Landfrauenverbandes, begrüssen. Die Bäuerin ist wieder gefragt In ihrem Jahresbericht gab die Präsidentin einen kurzen Einblick in die umfangreichen Arbeiten im Verband. „Die vorrangigen Ziele sind die Förderung der beruflichen Aus- und Weiterbildung der Bäuerinnen und Landfrauen in Haus und Landwirtschaft.“ Weiter sei auch die Förderung einer gesunden Ernährung und die Verarbeitung von einheimischen Produkten von grosser Bedeutung. Sie betonte, dass die Zusammenarbeit mit den Bauern immer intensiver wird und in diesem Zusammenhang werde das Projekt Reorganisation der landwirtschaftlichen Organisationen, die Folgekonferenz „Zukunft Landwirtschaft des Kantons Glarus“ weiter eingehend verfolgt. Bei der Basiskommunikationsgruppe des GBV nahmen auch junge Bäuerinnen Einsitz. Hier wurde bereits grosse Arbeit in den Vorbereitungen eines Auftrittes der Glarner Landwirtschaft an der diesjährigen Glarner Messe, geleistet. „Leider“, so die Präsidentin weiter, „haben auch wir einen Mitgliederschwund zu verzeichnen, die Zahl der Mitglieder ist von 345 aus dem Jahr 2008 auf 322 im vergangenen Jahr zurückgegangen“. Sehr bedauerlich, aber eine Entwicklung die allgemein zu beobachten ist. Das laufende Jahr steht unter dem Thema Milch und die Bäuerinnen werden am 4. November wieder die beliebte Aktion „Pausenmilch“ durchführen. Das Thema Reorganisation wird den Verband auch dieses Jahr stark beschäftigen. „Unser Verband funktioniert in der bestehenden Form und mit dem bestehenden Vorstand. Aber es ist durchaus denkbar, dass in naher Zukunft ein neuer Verein, zum Beispiel „Glarner Landwirtschaft“ entsteht, in dem alle Glarner Verbände der Landwirtschaft zusammengeschlossen sind.“ Sie betonte aber, dass diese Entscheidung in den Händen der Mitglieder und nicht des Vorstandes liegt. Zwei neue Vorstandmitglieder und ein höherer Mitgliederbeitrag Durch den Rücktritt der Aktuarin Bernadette Stucki, sie war während zehn Jahren Mitglied im Vorstand und von Veronika Oswald (vier Jahre) mussten zwei neue Mitglieder gewählt werden. Die Präsidentin schlug der Versammlung Gaby Krieg, Niederurnen, und Lisbeth Krieg, Oberurnen, (nicht miteinander verwandt) als Nachfolgerinnen vor. Beide wurden mit einem Landammannmehr gewählt. Erstaunlich wenig zu diskutieren gab der Antrag, den Mietliederbeitrag per 2011 von zwölf Franken auf 20 Franken zu erhöhen. Auslöser für diese notwendige Erhöhung war, dass der SBLV ab 2011 den Beitrag um fünf Franken erhöhen wird. „Wie sicher nicht mehr allen bekannt ist, der bisherige Beitrag wurde 1994 beschlossen, also vor gut 16 Jahren.“ Die Versammlung stimmte diesem Antrag mit grossem Mehr zu. Vertrauen in die Zukunft
In ihrer Grussbotschaft der Glarner Regierung betonte Frau Landammann Marianne Dürst, dass in letzter Zeit eine Analyse der Glarner Betriebe erstellt wurde; wo sind wir und wohin wollen wir gehen? Und vor allem was ist nötig um das angestrebte Ziel auch zu erreichen. „Und darin, in dieser Analyse nehmen die Bäuerinnen eine wichtige Position ein. Sie haben Vertrauen in die Zukunft und sie werden sich in die Zukunftskonferenz auch aktiv einbringen.“ Sie führte weiter aus, dass verschiedene Zukunftsprojekte am Laufen sind, die von den Bäuerinnen zusätzlich zum täglichen Arbeitsaufwand noch weiteren persönlichen Einsatz erfordert. „Alpzeit“ ist dabei ein Projekt bei man versucht die Alpwirtschaft und den Glarner Tourismus zusammenzuführen. „Was mir in den vier Jahren aufgefallen ist, die Nähe und die Verbundenheit der Bäuerinnen zur Natur und vor allem auch die Bodenhaftigkeit.“ Am Schluss bestärkte sie die anwesenden Bäuerinnen und vor allem auch die Mitglieder des Vorstandes zum Mut zum Engagement, denn das ist immer ein gutes Vorgehen. Das auch dann, wenn ab und zu einmal mit einem kleinen zum Teil sogar persönlichen Rückschlag zu rechnen ist. Veränderungen – Gefahr aber auch Chance „Veränderungen wie sie zurzeit in der Landwirtschaft im Gange sind, werden zuerst immer als Gefahr wahrgenommen. Sie können und sollten aber auch eine Chance für die Zukunft bedeuten.“ Wie Hanspeter Hauser, Präsident des Glarner Bauerverbandes eindrücklich betonte, bringt jeder grosse Trend in der Landwirtschaft eine kleine Gegenbewegung. Und diese gilt es zu Nutzen. Der Bauerverband und auch die Bäuerinnen stehen in diesem und auch im kommenden Jahr vor grossen Herausforderungen. Vor allem der Auftritt an der Glarner Messe und ein Jahr später an der Olma muss bestens vorbereitet sein. Das verlangt einen enormen persönlichen Einsatz ist aber wie erwähnt auch eine riesige Chance, sich der Bevölkerung transparent und in einer optimalen Schau zu präsentieren.
Zweite Bescherung der ProBon-Weihnachtsaktion





